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21.12.2002 - "Medienmitteilung von 9.3.: Tibet Organisationen kritisieren Schweizer «Menschenrechtsdialog Schweiz- China»"

Bern. Anlässlich der Kundgebung zum Jahrestag des tibetischen Volksaufstandes vom 10. März 1959 üben die Tibeter Organisationen in der Schweiz Kritik am Menschenrechtsdialog Schweiz-China. Es sei Zeit, angesichts der fortdauernden Dialogverweigerung durch die chinesische Regierung, eine umfassende Revision der schweizerischen Menschenrechtspolitik gegenüber China vorzunehmen.

Heute protestieren in Bern (und in Genf am Sonntag) die Tibeter und ihre Unterstützer gegen die andauernde Unterdrückung der Menschen in Tibet. Die Kundgebung findet im Gedenken an den tibetischen Volksaufstand vom 10. März 1959 in Tibet statt. Die Organisatoren der Kundgebung klagen die chinesische Regierung an, die Repression in Tibet in einem Masse verstärkt zu haben, dass sie mit den schlimmsten Tagen der Kulturrevolution vergleichbar sind. Massive Menschenrechtsverletzungen sind an der Tagesordnung und Menschen werden weiterhin allein wegen ihrer politischen Gesinnung inhaftiert.

Während vor allem in den Küstenregionen von China die Wirtschaft boomt, wird in Tibet die einheimische Bevölkerung durch das von der chinesischen Regierung initiierte Eisenbahnprojekt massiv in ihrer Existenz bedroht. Wie im amerikanischen Wilden Westen soll im Namen des Fortschritts mit der „eisernen Schlange“ das tibetische Hochland endgültig unterworfen und kontrolliert werden.

Im Rahmen des sogenannten „Menschenrechtsdialog China – Schweiz“ erfolgte im Januar 2002 eine Reise einer Schweizer Delegation nach China. Vorgesehen war auch eine Reise ins tibetische Hochland, die nicht zustande kam. Von chinesischer Seite wurde immer wieder zu verstehen gegeben, dass das Thema Tibet Tabu sei. So und ähnlich tönt es nun bereits seit 10 Jahren, ohne dass irgendein konkretes Resultat erzielt wurde.

Um aus dieser Sackgasse zu finden, die sich immer mehr zu einem Grab für jegliche ernstgemeinte Initiative entwickelt, fordern die Tibeter Organisationen die Schweizer Regierung auf, Konsequenzen aus diesem erfolglosen Dialog zu ziehen und eine resolutere Haltung gegenüber China einzunehmen. Es kann nicht sein, dass von China jede Kritik mit dem Hinweis auf einen nichtssagenden „Dialog“ abgeschmettert wird. Im Hinblick auf die Sitzung der UNO Menschenrechtskomission wünschen wir uns, dass die Schweiz als künftiges Mitglied der UNO eine aktivere Rolle einnimmt bei der Verurteilung der chinesischen Menschenrechtsverletzungen in Tibet .

Kontakt
Nima Changten (Tibeter Gemeinschaft CH & FL) 079 276 56 52
Wangpo Tethong (GSTF) 079 307 05 89

Antworten: 2 Kommentare

Guten Tag Gaby, wenn Sie es in der Zwischenzeit noch nicht erfahren haben, es gibt bei euch die Tibet Initiative Deutschland (TID) die auch regional organisiert ist. Link: www.tibet-initiative.de Übrigens, in Bremen gibt es eine Regionalgruppe. Freut mich ganz besonders, dass auch mal jemand aus der "Euro-buddhisten Ecke" sich für die politischen Aspekte der Sache interressiert. Danke für Ihr schreiben und hoffentlich bis bald! Alles Gute
M. Engel. Sektionsleiter Biel u. Umgebung Schweiz

Aufgegeben von Engel Marc @ 30.04.2002 08:33 PM MEZ


Guten Tag,
ich bin Mitglied der DBU und des tibetischen Zentrums in Hamburg und beginne gerade ein Studium des Buddhismus.Mich würde interessieren,
ob es auch in Deutschland eine ähnliche Initiative gibt,die sich stark für die tibetische Bevölkerung einsetzt.
Ich meine damit Menschen,die den Mut haben,auch einmal unsere Politiker zu fordern.Menschenrechtsverletzungen gibt es überall,und man wird täglich in den Medien damit konfrontiert.Warum hört und sieht man nichts über Dinge,die in Tibet geschehen?Hat nie=
mand den Mut,darüber zu berichten?
Hat man Angst vor der "Weltmacht China"?Schadet Publikmache den wirtschaftlichen Interessen?
Ich verstehe das nicht!
Herzliche Grüsse Gaby

Aufgegeben von Hendricks Gaby @ 19.04.2002 10:24 PM MEZ


 

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