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21.12.2002 - "30. Juli 02: Die Tibetische Exilregierung verurteilt China's Shangri-La Plan"

Von Angus Macdonald,
Associated Press Writer

DHARMSALA, India 26. Juli 2002
Die Tibetische Exilregierung kritisiert Chinas Veröffentlichung von Plänen, nach welchen 50 Bezirke Tibets und zwei Provinzen, Sichuan und Yunan als so genanntes Shangri-La für Touristen ausgerichtet werden sollen. Es scheint, dass so Chinas Unterdrückung des Tibetischen Volkes verschleiert werden sollte.
Die Exilregierung reagierte am Freitag auf die Chinesische Bekanntmachung die genannten Gebiete als "The China Shangri-La Ecological Tourist Zone" zu deklarieren.

Die offizielle Xinhua Nachrichtenagentur meldete am Mittwoch, dass die Regierung über die kommenden acht Jahre 9,6 Milliarden US$ investieren werde, um ein profitables Ferien- und Oekotourismus-Resort für westliche Touristen entwickeln.

Falls die Chinesischen Autoritäten "die Tibetische Kultur seriös unterstützen möchten, sollten sie das was kulturell in Tibet lebt schützen - religiöse Rituale und die Möglichkeit der Mönche, frei ihre Schüler zu unterrichten," sagte Thubten Samphel, der Sprecher der Tibetischen Exilregierung im nordindischen Gebirgsort Dharamsala.

Samphel beschuldigt die Chinesische Regierung heuchlerisch einen Teilbereich Tibets als mythisches Paradies zu fördern während sie die Tibetsche Kultur und Religion unterdrückt.

"Tibets wahre Stärke ist die Buddhistische Kultur, welche konstant zerstört wird durch die Chinesischen Autoritäten," sagte Samphel.

China besetzte Tibet in 1950 gewaltsam.

Shangri-La, vermutlich ein lange vergessenes Tibetisches Wort für Paradies, wurde legendär, nachdem die Novelle des Britischen Autors James Hilton,"Lost Horizon" es als ein Himalaya-Königreich porträtierte, in welchem die Jugend erhalten und Träume erfüllt würden.

Die Tibetische Exilregierung beschuldigt China eine Politik des Bevölkerungsaustauschs auszuüben, indem ethnische Chinese in die Region verpflanzt werden. Sie sagt auch, dass der rege Tourismus dort der Tibetischen Bevölkerung kaum zugute käme.

"Tibet ist überhaupt kein Shangri-La. Die politische Realität ist, dass die Menschen unterdrückt werden und dadurch dass man hingeht (als Tourist) stütz und ermuntert man ein System, das Menschen unterdrückt," sagte Samphel.

Der Dalai Lama, von den Tibetern als Staatsoberhaupt und spiritueller Führer anerkannt, flüchtete aus der Gebirgsregion 1959, nachdem ein Aufstand gegen das Chinesische Regime der Kommunisten fehlschlug. Er bildete danach eine Exilregierung in Dharamsala.

Deutsche Übersetzung www.tibetfocus.com

 

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