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21.12.2002 - "Nach fast 40 Jahren Haft und Folter: Tibetischer Freiheitskämpfer Takna Jigme Sangpo in der Schweiz" 15. August 2002, Tibet Medien Info der Tibeter Organisationen in der Schweiz / FL Heute morgen traf der tibetische Freiheitskämpfer Takna Jigme Sangpo aus Washington kommend am Flughafen Zürich-Kloten ein. Der 74 Jahre alte und gesundheitlich angegriffene Tibeter gilt als der am längsten inhaftierte politische Gefangene in Tibet. Zahlreiche Vertreter der Schweizer Tibeterorganisationen hiessen Takna begeistert willkommen.
Takna war fast 40 Jahre in chinesischen Gefängnissen und Arbeitslagern inhaftiert und immer wieder gefoltert worden, weil er auf friedliche Weise Widerstand gegen die chinesische Besetzung Tibets leistete. Am 30. März diesen Jahres war er aus gesundheitlichen Gründen aus dem berüchtigten Drapchi-Gefängnis in Lhasa entlassen worden. Doch auch nach seiner Haftentlassung musste er weiter unter strenger Überwachung durch die chinesischen Behörden leben, ehe ihm im Juli die Ausreise in die USA gestattet wurde. Takna („Tigernase“) Jigme Sangpo arbeitete als Primarschullehrer in Lhasa. 1960, im Alter von 32 Jahren, wurde er das erste Mal verhaftet. Er wurde angeklagt, die Kinder mit „reaktionären Ideen korrumpiert“ zu haben. 1970 wurde er zu zehn Jahren harter Zwangsarbeit verurteilt, weil er seine Nichte zur Flucht nach Indien angestiftet habe. Im November 1983 wurde er zum dritten Mal schuldig gesprochen und für weitere 15 Jahre inhaftiert. Weil er mit Plakaten gegen die chinesische Besetzung Tibets protestiert hatte, wurde ihm die Verbreitung „konterrevolutionärer Propaganda“ vorgeworfen. 1991 besuchte eine offizielle Schweizer Delegation das Drapchi-Gefängnis. Takna und andere tibetische Häftlinge machten durch das Rufen von Slogans für die Freiheit Tibets und den Dalai Lama auf sich aufmerksam. Takna wurde daraufhin von den chinesischen Sicherheitskräften schwer misshandelt und zu weiteren acht Jahren Gefängnis verurteilt. Während seiner Haft wurde er immer wieder geschlagen und mit Elektroschocks gefoltert. Ausserdem wurde er lange in Isolationshaft gehalten und an Armen und Beinen an die Wände seiner Zelle gekettet. Kontakt: Christian Ruch, GSTF, Tel: 01/451 38 38. Antworten: 1 Kommentar
Ich bin entsetzt und bete für Aufgegeben von Maja de Groef @ 23.08.2002 04:13 PM MEZ
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