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21.12.2002 - "Bekannte tibetische Nonne vor China-USA-Gipfel freigelassen"
Gesellschaft Schweizerisch-Tibetische Freundschaft Eine der prominentesten politischen Gefangenen in Tibet, die Nonne Ngawang Sangdrol, ist vorzeitig aus der Haft entlassen worden. Die Freilassung "wegen guten Betragens" erfolgte unmittlebar vor Beginn des US-Staatsbesuches von Präsident Jiang Zemin. Nach einer zweiten Demonstration im Alter von 15 Jahren wurde sie zu einer Haftstrafe von 3 Jahren verurteilt. Ihre Strafen wurden danach immer wieder wegen ihrer Unbeugsamkeit im Gefängnis verlängert, so dass ihre reguläre Entlassung erst im Mai 2013 erfolgt wäre. Anlässe zur Haftverlängerung waren so geringe Anlässe wie ihre Weigerung, sich bei einem Besuch eines Offiziellen zu erheben oder dem Rufen von "Freiheit für Tibet". Ngawang Sangdrol erlangte grosse Bekanntheit im Ausland, als es ihr mit einigen Mitgefangenen gelang, heimlich im Gefängnis ein Tonband mit Liedern aufzunehmen und nach aussen zu schmuggeln. Vier andere Mitgefangene, die daran beteiligt waren, waren bereits früher in diesem Jahr vorzeitig freigelassen worden. Quellen: Associated Press,
LHASA / Eine tibetische Nonne, die zu den bekanntesten politischen Gefangenen in Tibet gehörte, ist neun Jahre vor Ablauf ihrer regulären Haftzeit aus dem Gefängnis entlassen worden. sda. Eine Woche vor dem Gipfeltreffen zwischen Chinas Staats- und Parteichef Jiang Zemin und US-Präsident George W. Bush in Texas wurde die Freilassung heute Freitag als Geste an die USA gewertet. Die Nonne Ngawang Sangdrol stand seit Jahren oben auf der Liste von Gefangenen, für die sich die USA und andere Staaten eingesetzt hatten. Die 28-Jährige durfte nach Angaben des in London ansässigen Tibet Information Networks (TIN) am Donnerstag das Drapchi-Gefängnis in Lhasa verlassen und zu ihrer Familie zurückkehren. Seit Jahresbeginn haben die chinesischen Behörden damit sieben bekannte politische tibetische Gefangene freigelassen. Ngawang Sangdrol war 1992 wegen einer Demonstration in Lhasa festgenommen worden. Wegen «konterrevolutionärer Propaganda und Anstiftung» wurde sie zu drei Jahren Haft verurteilt und kam im Dezember 1992 nach Drapchi. Da sie im Gefängnis ihren Widerstand nicht aufgegeben, «Befreit Tibet!» gerufen und Unabhängigkeitslieder gesungen hatte, wurde ihre Strafe von 3 Jahren mehrmals auf insgesamt 19 Jahre bis 2011 verlängert. Die Gefängnisleitung warf ihr wegen ihrer Aktivitäten in der Haft vor, «Verbrechen begangen, konterrevolutionäre Propaganda betrieben und die Ordnung im Gefängnis untergraben» zu haben. Es war die längste Strafe für eine weibliche politische Gefangene in Tibet.
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