Rapperswiler Flaggenaffäre: Bundesrätin Calmy-Rey kritisiert das Verhalten der Chinesen
Bundesrätin Micheline Calm-Rey hat das Verhalten der chinesischen Konsulatsangehörigen, die am Rapperswiler Seenachtsfest die Entfernung tibetischer Flaggen verlangt hatten (siehe Meldung vom 16. August) deutlich kritisiert. In einem Brief an die GSTF teilte die Bundesrätin mit, dass der "Geschäftsträger der Volksrepublik China zitiert" worden sei.
Weiter heisst es in dem Schreiben: "Im Gespräch mit dem chinesischen Geschäftsträger hat das EDA daran erinnert, dass Meinungs-, Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit in der Schweizer Bundesverfassung sowie in mehreren internationalen Erklärungen, namentlich der universalen Menschenrechtserklärung, die auch von der Volksrepublik China unterschrieben wurde, verankert sind. (...) Das Departement hat schliesslich den Wunsch geäussert, möglichst rasch eine Erklärung zum Verhalten des Personals des chinesischen Konsulates anlässlich des Fests in Rapperswil zu erhalten und den Geschäftsträger der Volksrepublik China ersucht, Massnahmen zu ergreifen, um solche Vorfälle künftig zu vermeiden."
Antworten: 2 Kommentare
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Aufgegeben von roulette @ 22.03.2005 10:09 PM MEZ
Wie soll man die Ignoranz der Chinesen begreifen, wenn sie an einem Ort, welcher für Hindus, Buddhisten, Bön und Jains gleichermassen heilig ist, am Manasarovar - See, mit riesigen Schaufelbaggern nach Gold graben, scharf bewacht von der Armee - nein nicht vor Dieben, sondern vor (westlichen) Fotografen. Wie soll man westliche Politiker begreifen, welche vor der Chinesischen Obrigkeit den Kotau machen. Wie soll man die Chinesen begreifen, dass sie sich aufregen, wenn eine tibetische Flagge gehisst wird. Ganz abgesehen davon, dass es die Chinesen nicht ansteht, sich in fremde Angelegenheiten einzumischen.
Wie sollen wir verstehen, dass heute Millionen ausgeben werden, um alte griechische Tempel oder Überreste römischer Siedlungen auszugraben, aber nichts getan, wird um die Trümmer der hochstehenden tibetischen Kultur zu retten, welche vor unseren Augen mit Füssen getreten wird und unterzugehen droht.
Jürgen Kpfer, Uster
Aufgegeben von Jürgen Kipfer @ 30.09.2003 10:39 PM MEZ