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21.12.2004 - "Zunehmende Prostitution nahe der tibetischen Grenze zu Nepal" Laut einer Reportage von Radio Free Asia (RFA) werden zunehmend Tibeterinnen mit dem falschen Versprechen an die Grenze zu Nepal gelockt, dass ihnen von dort die Flucht nach Nepal oder weiter nach Indien ermöglicht wird. Stattdessen landen sie jedoch als „Hostessen“ oder Prostituierte in den Nachtclubs der tibetischen Grenzorte Nyalam und Dram. Laut einem Geschäftsmann, der oft die Grenze passiert, gibt es allein in Dram etwa 45 Etablissements, in denen Tibeterinnen und auch Chinesinnen als „Hostessen“ in Bars oder als Prostituierte arbeiten. Das Alter der Betroffenen liege zwischen 17 oder 18 bis 28 Jahre... Viele von ihnen gaben gegenüber RFA an, dass sie unter dem Vorwand an die Grenze gelockt wurden, ihnen bei der Flucht behilflich zu sein. Dann würden sie jedoch unter Drohungen gezwungen, in diesen Etablissements zu arbeiten. Nicht selten würde ihnen damit gedroht, dass bei ihrer Weigerung ihre Fluchtabsichten den Behörden mitgeteilt würden. Einige seien nach ihrem Fluchtversucht verhaftet und misshandelt worden. Viele Tibeterinnen „arbeiteten“ dort zu einem Hungerlohn oder würden gar nur mit Mahlzeiten oder Kleidung entschädigt. Nicht selten ziehen sich diese Frauen sexuell übertragbare Krankheiten zu oder werden schwanger. Die Kosten für medizinische Behandlung oder Abtreibungen treiben viele in die Verschuldung. Solche, bei denen Krankheiten festgestellt werden, würden auch nicht selten ohne medizinische Behandlung in ihre Heimatprovinzen zurück geschickt. Diese Praxis scheint von den lokalen Behörden zumindest toleriert, wenn nicht sogar gefördert zu werden. Mehrere der von RFA interviewten Frauen gaben an, dass es sogar Zeichen einer Zusammenarbeit zwischen den Betreibern der Etablissements, den Behörden und der Polizei gebe. Quelle: Radio Free Asia
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