|
[Hauptseite]
21.12.2004 -
"Verhandlungen über Rückkehr des Dalai Lama nach Tibet?"
Der gewöhnlich gut informierte China-Korrespondent der britischen Zeitung The Independent, Jasper Becker, zitiert Spekulationen aus diplomatischen Kreisen, dass die gegenwärtig im Lande weilenden Gesandten des Dalai Lama über dessen Rückkehr nach Tibet verhandeln könnten. Wenn sich China als Gastgeberin der Olympischen Spiele 2008 in Beijing als wahre Weltmacht präsentieren wolle, müssten jetzt Verhandlungen über die dem Image Chinas abträgliche Tibet-Frage begonnen werden.
Mit dem neuen Partei- und Staatspräsidenten Hu Jintao, der von 1988 bis 1992 Gouverneur der Autonomen Region Tibet war, stehe den Tibetern zum ersten Male eine mit den Verhältnissen in Tibet bestens vertraute Person gegenüber. Es wird spekuliert, dass Hu Jintao eine weniger harte Position gegenüber Tibet einnimmt als etwa sein Vorgänger Jiang Zemin. Hu Jintao hatte erst kürzlich Jiang Zemin in seinem letzten einflussreichen Amt als Vorsitzender der Militärkommission abgelöst und damit seine Machtbasis konsolidiert. Bereits werden Konditionen für die mögliche Rückkehr des Dalai Lama genannt, die an das von China bereits kurz nach Abschluss im Jahre 1951 gebrochene “17-Punkte-Abkommen” erinnern, welches den Tibetern volle Autonomie zusicherte. So soll der Dalai Lama im Potala-Palast in Lhasa residieren und nicht etwa im “Goldenen Käfig” in Beijing. Er soll die volle Autorität über die Herausgabe religiöser Texte haben und die einzige Instanz für die Ernennung von Klosteräbten und die Anerkennung von Wiedergeburten sein. Weiterhin soll er jederzeit ungehindert ein- und ausreisen und ungehindert alle von Tibetern bewohnten Regionen innerhalb des chinesischen Staatsverbandes besuchen dürften. Hardliner in Beijing machen dagegen geltend, dass dem Dalai Lama, sollte er in Lhasa residieren, unweigerlich auch weltliche Autorität zugeschrieben würde, so dass die Kommunistische Partei und die von ihr kontrollierte Regierung jeglichen Einfluss verlieren würden. Quellen: The Independent Übersetzung: Dr. Uwe Meya, GSTF
Antworten: 3 Kommentare
eine adresse von den daila lama....vieöle dank
Aufgegeben von pascal blanc @ 20.10.2004 08:11 PM MEZ
I hope that the communist occupation is coming to an end someday! Free Tibet! and independence for Taiwan! Greetings from Germany
Aufgegeben von Free Tibet @ 30.09.2004 06:10 PM MEZ
Dies wären ja äusserst rosige Aussichten, sollten diese Ereignisse je wirklich stattfinden. Damit könnten wir Tibeter unser Exildasein ja beenden und dem Bundesrat Blocher weniger unbequeme Asylanten bescheren. Die Geschichte lehrt uns jedoch, dass die Chinesen geschickte und perfide Taktiker waren und sind, und bereits heute schon Dauer-Olympiasieger, in der Disziplin "Lügen" sind. Warum sollte nun ausgerechnet, dieser Hu der Tibet 40 Jahre lang brutal drangsaliert hatte, nun zum Heilsbringer Tibets werden? Nur eine innere Katastrophe in China wird sich für Tibet etwes ändern. Alles andere sind nur naive Hypthesen und wilde Spekulationen westlicher Medien.
Aufgegeben von Thubten Zahner, Basel @ 29.09.2004 04:09 PM MEZ
|