tibetfocus
Home

Links
Dalai Lama
Tibetische Exilregierung
Tibetan Solidarity Committee
The Tibet Bureau, Genf
TIN, tibetinfo.net
Voice of Tibet
Lamtoen

Archiv
December 2008
November 2008
October 2008
September 2008
August 2008
July 2008
June 2008
May 2008
April 2008
March 2008
February 2008
January 2008
December 2007
November 2007
October 2007
September 2007
August 2007
July 2007
June 2007
May 2007
April 2007
March 2007
February 2007
January 2007
December 2006
November 2006
October 2006
September 2006
August 2006
July 2006
June 2006
May 2006
March 2006
February 2006
January 2006
December 2005
November 2005
October 2005
September 2005
August 2005
July 2005
June 2005
May 2005
April 2005
March 2005
February 2005
January 2005
December 2004
November 2004
October 2004
September 2004
August 2004
July 2004
June 2004
May 2004
April 2004
March 2004
February 2004
January 2004
December 2003
November 2003
October 2003
September 2003
August 2003
July 2003
June 2003
May 2003
April 2003
March 2003
February 2003
January 2003
December 2002
November 2002
October 2002
September 2002
August 2002
July 2002
June 2002
May 2002
April 2002
March 2002
February 2002
January 2002
December 2001
November 2001
October 2001

Powered By Greymatter

[Hauptseite]

21.12.2005 - "'Bald die ersten Yetis in der Schweiz???' Von Bären, Yaks und Yetis"

Die Welt, 4.8.05:
Kaum tauchen in Mitteleuropa die ersten Bären auf, bilden sich schon wieder neue Legenden um die Tiere. Vor einigen Tagen wurde gemeldet, daß zum ersten Mal seit über hundert Jahren im Schweizer Engadin ein Braunbär gesichtet worden sei. Das Tier steht im Verdacht, inzwischen nach Südtirol eingewandert zu sein und dort einen Yak-Bullen aus Reinhold Messners tibetischer Herde getötet zu haben. Mit dem Bergsteiger und Yeti-Forscher Messner sprach Ulli Kulke:

DIE WELT: Was halten Sie davon, daß Bären in den Alpen wieder frei herumlaufen?
Messner: Das ist ja schon länger der Fall. Im Trentino gibt es seit Jahrzehnten wieder Bären. Daß sie bei uns allerdings so große Tiere wie Yaks anfallen, das ist nicht alltäglich.
DIE WELT: Sie beklagen den Verlust eines Ihrer Yaks.
Messner: Wie ich inzwischen erfahren habe, ist das nicht unbedingt der Bär aus der Schweiz gewesen. Jedenfalls wurde ein Yak in meiner Abwesenheit notgeschlachtet, nachdem es schwer verletzt wurde. Das Fell des Bullen wird darüber Aufschluß geben, ob ein Bär die Ursache war.
DIE WELT: Was denken Sie denn über Bären?
Messner: Ich habe kein Problem mit ihnen. Ich habe bei meinen Yeti-Forschungen ja selbst jahrelang Schneebären nachgestellt. Ich hatte dabei aber nie Angst, weil die Tiere ja vor Menschen weglaufen.
DIE WELT: Was ist, wenn der Bär seine Scheu vor Menschen verliert?
Messner: Scheu vor den Menschen ist eine relative Angelegenheit. Er hat ja bisher noch niemanden angefallen, sondern läuft davon. Er ist aber ein Fleischfresser, und das ist wohl vielen unangenehm.
DIE WELT: Damals bei Ihrer Yeti-Suche war Ihnen ja schnell klar, daß es sich bei ihnen um eine Bärenart handelt...
Messner: Das ist eine ziemlich komplizierte Sache. Fest steht, daß sie die Tibeter nicht aus der Luft gegriffen haben. Meine Yeti-Forschungen haben ergeben, daß die Geschichte auf eine Braunbärenart zurückgeht.
DIE WELT: Sind sich die Bären in Tibet und in Südtirol ähnlich?
Messner: Der Tod meines Yaks weist zumindest Parallelen zu den bekannten Angriffen von Schneebären auf Yak-Herden in Tibet auf.
DIE WELT: Ist bei Ihnen überhaupt einmal so etwas vorgefallen?
Messner: Nein. Der Bär in Südtirol ist ja auch erst seit ein paar Monaten dort, wo ich meine Herde halte.
DIE WELT: Der Bär hat das Yak ja offenbar angefallen, um sich ein Stück von ihm herauszubeißen. Wie schmecken Yaks denn?
Messner: Die schmecken exzellent. Das Aroma liegt zwischen dem von Wild und Rind. Und in Tibet ist ein großer, hungriger Yeti oder Bär, in dem Fall gilt beides, eben in der Lage, einen erwachsenen Yak-Bullen umzubringen.
DIE WELT: Wenn der Bär aus der Schweiz Ihr Yak getötet hat, muß er ja vorher eine sehr lange Wegstrecke zurückgelegt haben.
Messner: Ein Bär beansprucht ein riesiges Habitat, etwa in der Größe von halb Südtirol. Er wandert Tag und Nacht. Um mit letzter Gewißheit ermitteln zu können, ob es der Schweizer Bär war, muß ich mir den gerissenen Yak-Bullen wie gesagt erst anschauen.
DIE WELT: Haben Sie nicht doch Angst vor Braunbären?
Messner: Angst keine. Aber ich würde sie nicht gerade hätscheln.

 

ONLINE-SHOP
tibetfocus-Web-Shop

Partner Organisationen
Tibeter Gemeinschaft TGSL
VTJE
Tibetfreunde
Tibeter Familien Hilfe
Assoc. Ticino-Tibet

Sponsoren


 

Seitenanfang
 
Gesellschaft Schweizerisch-Tibetische Freundschaft (GSTF), Binzstrasse 15, 8045 Zürich
Tel. (044) 451 38 38 - Fax (044) 451 38 68 - email buero@gstf.org - PC 80-58056-6