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21.12.2005 - "Tibet-Information der GSTF 26. Oktober 2005"

Microsoft beugt sich chinesischem Druck

Microsoft hat auf chinesischen Druck den offiziellen Ausdruck für bhutanesische Sprache, “Dzongkha”, aus seinen Software-Produkten verbannt...
Microsoft-Präsident Bill Gates machte der chinesischen Führung Komplimente für das Modell einer Marktwirtschaft mit strikter politischer Kontrolle: Zitat: “Das ist eine brandneue Form des Kapitalismus, und aus Konsumentensicht ist es die beste Sache, die es je gab.”...


Blockiert Nepal den Transit tibetischer Flüchtlinge?

Eine nepalische Nachrichtenagentur berichtet, dass die Regierung beschlossen hat, keine Reisedokumente mehr für Flüchtlinge auszustellen...

Microsoft beugt sich chinesischem Druck

Microsoft hat auf chinesischen Druck den offiziellen Ausdruck für bhutanesische Sprache, “Dzongkha”, aus seinen Software-Produkten verbannt. China hatte Bedenken angemeldet, dass dieser Ausdruck Assoziationen zum Dalai Lama wecken könnte. Staatsreligion in Bhutan ist Drukpa Kagyu, eine tibetische Schulrichtung, und Landessprache ist der tibetische Dialekt “Dzongkha”.
Microsoft verfasste eine interne Anweisung, dass diese Bezeichnung in keiner Software-Version, keiner Länderliste und keinen Werbematerialien für ihre Produkte verwendet werden darf. Begründet wurde dieser Anweisung damit, dass der Gebrauch von “Dzongkha” “… eine Assoziation zum Dalai Lama herstellt, die für die Regierung der Volksrepublik China nicht akzeptabel ist”.
Anstatt “Dzongkha” soll künftig der Ausdruck “Tibetisch – Bhutan” verwendet werden. Der beanstandete Ausdruck wurde in die höchste Klasse von Produktfehlern eingeordnet. Nach der internen Rangordnung werden Produkte mit derartigen “Fehlern” nicht freigegeben, bis diese nicht behoben sind.
Bereits im Juni 2005 hatten Bürgerrechtsgruppen kritisiert, dass Microsoft China half., Software zum Blockieren unliebsamer Internet-Inhalte zu entwickeln. Die Software entfernt automatisch Einträge aus Internet-Seiten wie “Freiheit”, “Demokratie”, “Menschenrechte”, “Tibet” und “Dalai Lama”.
Erst Anfang 2005 hatte Microsoft-Präsident Bill Gates der chinesischen Führung Komplimente für das Modell einer Marktwirtschaft mit strikter politischer Kontrolle gemacht. Er wird mit den Worten zitiert: “Das ist eine brandneue Form des Kapitalismus, und aus Konsumentensicht ist es die beste Sache, die es je gab.”


Blockiert Nepal den Transit tibetischer Flüchtlinge?

Eine nepalische Nachrichtenagentur berichtet, dass die Regierung beschlossen hat, keine Reisedokumente mehr für Flüchtlinge auszustellen. Angeblich sei kürzlich eine entsprechende Weisung des Aussenministeriums ergangen. Auch seien bereits die lokalen Verwaltungen in jenen Distrikten verständigt worden, in denen Flüchtling aus Tibet in Lagern wohnen.
Damit würde der Transit von tibetischen Flüchtlingen nach Indien nahezu unmöglich. In Nepal stellte bisher das Aussenministerium solche Reisedokumente für Flüchtlinge nach Überprüfung der Fälle durch das Innenministerium aus. Diese Reisedokumente stellen ein Äquivalent für Reisepässe dar.
In Nepal leben etwa 20’000 tibetische Flüchtlinge in mehreren Lagern. Jährlich flüchten schätzungsweise 2’500 bis 3’000 Tibeter nach Nepal.
Nach Einschätzungen von Beobachtern spielt König Gyanendra damit wieder die “chinesische Karte”. China hatte den Staatsstreich vom 1. Februar, in dem Parlament und Regierung de facto abgeschafft wurden, als “interne Angelegenheit Nepals” bezeichnet. Die internationale Gemeinschaft hatte dieses Manöver einhellig kritisiert. Nun könnte sich Nepal mit den Hindernissen für tibetische Flüchtlinge für die chinesische Haltung erkenntlich zeigen.
Eine offizielle Bestätigung seitens der Regierung Nepals über diesen Beschluss steht noch aus.

Quellen: Save Tibet; Nepalnews Exclusive
Für die GSTF: Uwe Meya

Antworten: 2 Kommentare

Man möge meinen der reichste mann der welt hätte eine solche aktion nich

Aufgegeben von Martin @ 09.11.2005 06:33 AM MEZ


Nepal macht mit seinem Vorgehen einen grossen Fehler,dass die nepalesische Regierung nicht gerade das ist was man sich Vorstellt ist hinlänglich bekannt. Nepal vergisst wohl dass auch ihm in grossem Rahmen geholfen wird, dass es ohne Hilfe im Sumpf der Armut ersticken würde.
Nun zu Bill Gates, schäm dich ob solch einem Kniefall, und dazu noch die staatliche Bespitzelung zu rühmen, was für ein armutszeugnis. Ich kann solche Menschen die zu solchem Handeln fähig sind nicht verstehen, ich kann nur Mitleid mit solch tief gesunkenen haben. Im Namen der Freiheit, im Namen des Friedens, im Namen der Gleichberechtigung.

Aufgegeben von A.Beetschen @ 05.11.2005 04:05 PM MEZ


 

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