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28.04.2006 - "Aktiv werden gegen Googles Kniefall vor China!"

Die Tibetische Organisation "Students for a Free Tibet" hat als Reaktion auf die skandalöse Google-Zensur eine Aktions-Website eröffnet. Für den Valentinstag, 14. Februar, sind Aktionen geplant.
Also los... http://www.noluv4Google.org

NoLuv4Google

http://www.studentsforafreetibet.org

Alternativen zu Google:
http://www.dontusegoogle.co.uk
http://scroogle.org
http://icerocket.com
http://clusty.com
http://gigablast.com
http://www.metacrawler.de
http://www.metacrawler.com

Pressemitteilung des VTJE zum Aktions-Valentinstag

Verein Tibeter Jugend in Europa
Tibetan Youth Association in Europe
Binzstrasse 15
CH-8045 Zürich

Presseeinladung/-mitteilung
Weltweiter Protesttag gegen Google: Aktion auch vor Schweizer Sitz in Zürich.

Zürich, 13.2.2006 - Anlässlich des internationalen Aktionsttages gegen Google werden am 14. Februar auch in Zürich Tibeter und Tibetsupporter gegen die Zensierungsmassnahmen des neu eröffneten Google-Portals in China protestieren.

Mit der Portaleröffnung folgt Google dem Kniefall seiner US-Konkurrenten Yahoo und Microsoft, die für die Eröffnung chinesischer Websites im vergangenen Jahr die Zensurpolitik akzeptierten. Damit verpflichtet sich Google aktiv, politisch heikle Themen nach dem Gusto der Pekinger Regierung zu filtern. "Um in China operieren zu können, haben wir einige Inhalte von den Suchergebnissen entfernt", berichtete das Unternehmen.

„Mit dieser Entscheidung hat Google sein eigenes Motto, ,Tu nichts Böses' ( “Don’t be evil”), in tausend Stücke geschlagen", sagte Alison Reynolds von der "Kampagne Freies Tibet" in London. Zu den Suchergebnissen, die Google in China entfernen musste, zählen viele Informationen über die Unabhängigkeitsbewegung und Menschenrechtsverletzungen in Tibet. Ebenso unzugänglich werden Themen wie die blutige Niederwerfung der Studentenbewegung 1989 oder Infos über Arbeiterstreiks in China.
Die Kooperation der Internetmultis mit der chinesischen Internetpolizei bedeutet, dass die Sicherheit für Andersdenkende und die Meinungsvielfalt in China noch gefährdeter sind. Denn die Unternehmen wurden verpflichtet, die Polizei auch bei einzelnen Ermittlungen zu unterstützen. So schloss Microsoft Ende Dezember die populäre Website des chinesischen Internetjournalisten Michael Anti, obwohl Anti einen Server von Microsoft in den USA benutzte. Microsoft handelte dabei auf Bitte Pekings, das Antis kritische Berichterstattung über einen Journalistenstreik stoppen wollte. Damit ließ Microsoft das chinesische Recht sogar in Amerika gelten.

Students for a free tibet organisiert in Zusammenarbeit mit dem Verein Tibeter Jugend in Europa eine Mahnwache vor dem Zürcher Google-Sitz an der Freigutstrasse 12 und überreicht dem Geschäftsführer ein Protestschreiben.
Nebst Zürich werden auch an 14 weiteren Google-Sitzen Proteste abgehalten, unter anderem in den Vereinigten Staaten, Australien, Indien, England, Schweden und Italien.

Medienkontakte:
Herr Kelsang Gope ( Verein Tibeter Jugend in Europa )
079 357 32 46, k.g@vtje.org,
www.vtje.org

Herr Pablo Lobsang ( Students for a free Tibet )
079 589 43 87, pablo0@gmx.net
www.noluv4google.com


Presseerklärung: Free Tibet Campaign mißbilligt Googles Zensur von Tibet ========================================================================
Free Tibet Campaign bedauert die Ankündigung Googles, daß die Firma dem politischen Druck Chinas nachgegeben hat und eine Internet-Suchmaschine für den chinesischen Markt zur Verfügung stellt, die den Zugang zu Informationen über Tibet und andere politisch brisante Themen, wie etwas die Proteste auf dem Tiananmen Platz von 1989 verhindert.
Googles Konkurrenten Yahoo und Microsoft zensieren ihre Seiten bereits entsprechend den Wünschen der chinesischen Regierung.

„Mit diesem Schritt wird das Firmenmotto ’Tue nichts Böses’ pervertiert, während Google sich durch seine Absprache mit China zu Zensur und Repression bekennt“, sagte Alison Reynolds von Free Tibet Campaign. „Dies widerlegt auch jene Politiker, die uns überzeugen wollen, daß Geschäfte mit dem Ausland in China eine Wendung zum Besseren herbeiführen würden: Wir haben hier ein weiteres Beispiel dafür, daß China Auslandsgeschäfte zu einer Verschlechterung der Situation benutzt hat.“

Free Tibet Campaign protestierte bereits bei Google wegen seines Programms ‚Google Earth’, bei dem das Wort Tibet nicht erkannt wird („Lhasa, Tibet“ ergibt bei diesem Suchdienst kein Ergebnis, wohingegen „Lhasa, China“ akzeptiert wird). Ein Protest von Taiwanesen, die beanstandeten, daß Taiwan als eine „Provinz Chinas“ aufgeführt wird, bewirkte einen Rückzieher bei Google, und der umstrittene Begriff wurde entfernt.

„Der erste Grundsatz in Googles Unternehmensphilosophie ist: ‚Diene dem Benutzer und alles andere kommt danach’“, fügte Reynolds hinzu. „Ganz eindeutig stellt Google aber mit dieser Entscheidung die Wünsche eines repressiven Regimes an erste Stelle!“

Urgent Action von Free Tibet Campaign vom 2. Februar 2006 =========================================================
Google kooperiert mit China bei der Unterdrückung der Rede- und Meinungsfreiheit Google hat im Januar 2006 angekündigt, es werde dem politischen Druck Chinas nachgeben und eine spezielle Internet-Suchmaschine für den chinesischen Markt einrichten, die jeglichen Zugang zu Informationen über Tibet und anderen politisch heiklen Themen wie Taiwan oder den Protesten auf dem Tiananmen-Platz von 1989 blockiert.

Das ist eine klare Verletzung von Googles eigener Unternehmensphilosophie, die da
lautet: „Du darfst Geld verdienen, ohne dabei Böses zu tun“. Google beschloß, dem repressiven chinesischen Regime Werkzeuge zur Überwachung und Einschränkung der Meinungsfreiheit zur Verfügung zu stellen, um sich den Zugang zum wachsenden chinesischen Internet-Markt zu sichern.

Google verletzt dabei nicht nur die Wertvorstellungen, die es selbst propagiert, sondern trägt auch noch zu Menschenrechtsverletzungen in China bei. Jeder Mensch hat ein grundlegendes Recht auf Informationsfreiheit, was auch für Chinesen und Tibeter gilt. Der Artikel 19 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte besagt: „Jeder Mensch hat das Recht auf freie Meinungsäußerung… und Informationen und Ideen mit allen Verständigungsmitteln und ohne Rücksicht auf Grenzen zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten.“

Bitte protestieren Sie gegen Googles Unterstützung des repressiven chinesischen
Regimes:

1) Boykottieren Sie die Google-Suchmaschine und dessen E-Mail-Service. Es gibt genügend andere Suchmaschinen, die ebenso gut sind (Vorschläge von FTC:
www.dontusegoogle.co.uk, http://scroogle.org, http://icerocket.com, http://clusty.com, http://gigablast.com, http://snap.com, http://exalead.com).

Vorschläge zu alternativen Suchmaschinen von Michael Gerling:
Jeder Schritt bei Google wird gespeichert - um das zu vermeiden und trotzdem Google Suchergebnisse zu sehen, benutzt man: www.scroogle.org Ansonsten Alternativen, die sogar schon in Themen gegliederte Ergebnisse bieten und im Grunde viel übersichtlicher sind.
www.metacrawler.de
www.metacrawler.com
www.vivissimo.com
www.clusty.de
www.clusty.com

2) Senden sie einen Brief an die Gründer von Google: Larry Page und Sergey Brin oder an Google CEO, Eric Schmidt

Google's Corporate Head Office:
Google Inc.
1600 Amphitheatre Parkway
Mountain View CA 94043
phone: (650) 253-0000
fax: (650) 253-0001

Musterbrief von Students for a Free Tibet:
Dear ...,
I am outraged at Google's hypocritical decision to join hands with the Chinese government in its propaganda efforts. Google's decision to custom-build its search platform to Chinese authorities' specifications is more than just censorship. It's active participation in the Chinese government's efforts to repress and undermine Tibetans, democracy advocates, people of faith, and anyone working for freedom and human rights.
By censoring search results on critical topics such as "Tibet," you are promoting Beijing's wildly distorted version of history and truth. This is indefensible.
Under China's totalitarian regime, the internet is a critical tool for people seeking justice. Your decision to help the Chinese government thwart this effort renders your motto "Don't be evil" an ironic joke.
Please re-read your "Ten Things" company principles and do the right thing by ending your partnership with the Chinese government.
Sincerely,

Weitere Adressen von Google-Niederlassungen:
http://www.google.com/corporate/address.html
Sales-Büro Deutschland
ABC-Strasse 19
20354 Hamburg
Telefon: +49 40-80-81-79-000
Fax: +49 40-49-21-91-94

Unter folgendem Link kann man online protestierten:
http://actionnetwork.org/campaign/googleaction/iidxs74z53nmb8?

 

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