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21.12.2006 - "Umerziehungskampagne an Schulen in Tibet, Schüler in Kardze festgenommen"
www.phayul.com, 19. Juni 2006 ...und erklärten uns, daß Tibeter keine Tierfelle verbrennen dürften, und wenn jemand es dennoch tun wolle, so müsse er es ohne Aufsehen zu erregen zu Hause machen. Sie gingen von Klasse zu Klasse und fragten die Schüler, ob sie Seine Heiligkeit den Dalai Lama gerne hätten, und diejenigen, die mit Nein antworteten, mußten als Beweis dafür auf einem Bild des Dalai Lama herumtrampeln. So etwas hätte ich nie tun können und deshalb setzte ich mich, einen Tag ehe die Soldaten zu meiner Klasse kamen, ab. Ich würde eher sterben, als so etwas jemals in meinem Leben zu tun. Weiterhin erzählte er, von Lhasa aus habe er seine Eltern angerufen, die ihm mitteilten, daß 17 Schüler von den Soldaten in Gewahrsam genommen worden seien, weil sie ihrer Achtung für den Dalai Lama Ausdruck verliehen. Was danach mit den festgenommenen Schülern geschah, ist unbekannt, da unser Informant sofort nach dem Telefongespräch mit seinen Eltern nach Nepal aufbrach. Die Folgen des Aufrufs Seiner Heiligkeit des Dalai Lama während der Kalachakra-Belehrungen Anfang dieses Jahres, keine Felle von gefährdeten Tierarten wie Tigern, Leoparden und Fischottern mehr zu tragen, sind den chinesischen Behörden weiterhin ein Ärgernis, vielleicht, weil sie darin eine potentielle Gefahr für das Erstarken des tibetischen Nationalismus sehen. Nach dem kürzlich erfolgten Verbot der Verbrennung von Tierfellen in Amdo wurde ein ähnliches Verbot nun auch in Kham erlassen, und die Tibeter dürfen keine Tierfelle mehr in der Öffentlichkeit verbrennen.
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