tibetfocus
Home
Agenda
Tibet Aktuell
Infoblätter
Feedback

Tibet
Dalai Lama
Reisen
Kultur
Geschichte
Umwelt
Medizin

Foto-Galerie
Dalai Lama
Reisen
Kultur
Anlässe

Links
Dalai Lama
Tibetische Exilregierung
Tibetan Solidarity Committee, www.stoptibetcrisis.net
The Tibet Bureau, Genf
TIN, tibetinfo.net
Voice of Tibet
Tibet News
Lamtoen
Tibet auf dem Säntis
Weitere Links..

Archiv
Suche
April 2008
March 2008
February 2008
January 2008
December 2007
November 2007
October 2007
September 2007
August 2007
July 2007
June 2007
May 2007
April 2007
March 2007
February 2007
January 2007
December 2006
November 2006
October 2006
September 2006
August 2006
July 2006
June 2006
May 2006
March 2006
February 2006
January 2006
December 2005
November 2005
October 2005
September 2005
August 2005
July 2005
June 2005
May 2005
April 2005
March 2005
February 2005
January 2005
December 2004
November 2004
October 2004
September 2004
August 2004
July 2004
June 2004
May 2004
April 2004
March 2004
February 2004
January 2004
December 2003
November 2003
October 2003
September 2003
August 2003
July 2003
June 2003
May 2003
April 2003
March 2003
February 2003
January 2003
December 2002
November 2002
October 2002
September 2002
August 2002
July 2002
June 2002
May 2002
April 2002
March 2002
February 2002
January 2002
December 2001
November 2001
October 2001

Powered By Greymatter

tibetfocus Archiv: March 2008

Monday, 31. March 2008

Solidaritätsgebet im Kloster Rikon

VIDEO der TGSL zum Solidaritätsgebet in Rikon

SF-Sternstunde Religion vom Sonntag, 30.03.2008 mit dem Solidaritätsgebet und einer Gesprächsrunde aus dem Tibet-Institut Rikon: Wiederholung auf SFinfo: Dienstag, 01. April 2008 von 11.00 Uhr bis 12.00 Uhr

Aufgegeben von TB @ 03:27 PM MEZ [Link]

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 30.3.08, von Pico Iyer
Das große Ganze und der Alltag, die langfristige Perspektive und die aktuelle Lage - die Vision eines Mönchs und die eines Guerrillakämpfers. Seit fünfunddreißig Jahren erlebe ich diese Debatte, ob in Dharamsala oder anderswo unter Exiltibetern, in Teestuben, in Häusern, wo immer Angehörige der älteren Generation (die Tibet kennen) und der jüngeren (die von Tibet nur träumen) zusammenkommen.

In gewisser Weise gleicht sie der Debatte, die in Tibet selbst geführt wird, wo die eine Gruppe von „Befreiung“ spricht (von Rückständigkeit, Armut und Schmutz, vom Feudalismus, wie die Chinesen es genannt haben), während die anderen, in den Klöstern, unter „Befreiung“ die Freiheit von Unwissenheit, Abhängigkeit und Selbsttäuschung verstehen, die nur Leid bringt. Sie erinnert an den Richtungsstreit zwischen Martin Luther King und Malcolm X, zwischen Gandhi und Nehru, zwischen Falken und Tauben in Israel. „Ich reinige meine Gedanken und besinne mich auf Mitleid“, sagt ein typischer junger Tibeter. „Aber wie kann das helfen, wenn die Pekinger Regierung meinen Bruder ins Gefängnis wirft, meiner Mutter verbietet, ein Bild des Dalai Lama mit sich zu tragen, und meine Heimat von der Landkarte löscht?“

Tibeter führen intensive Debatte
„Alles dauert seine Zeit“, sagt der Dalai Lama. „Du darfst nicht einer momentanen Empörung erliegen.“
Man kann Feuer nur mit Feuer bekämpfen, antwortet der Militante; halte einer Schlange deine Hand hin, und sie wird dich beißen.
„Was durch Feuer verbrannt wird, soll durch Feuer geheilt werden“, hat der Dalai Lama ruhig erklärt, wie zur Antwort. Auge um Auge, sagte Gandhi, das macht die ganze Welt blind.

Doch unter Tibetern wird die Debatte immer intensiver und schärfer geführt, weil von Tibet selbst immer weniger... [weiter]

Aufgegeben von TB @ 10:59 AM MEZ [Link]

Sunday, 30. March 2008

www.phayul.com, 28.3.08: Überall auf der Welt wurden die Bilder von einigen mutigen Mönchen gezeigt, die sich vor dem Jokhang-Tempel den von Peking zu einer streng überwachten Pressereise nach Lhasa eingeladenen Journalisten näherten und dabei laut und teilweise unter Tränen Freiheit für Tibet forderten und ihre Loyalität für den Dalai Lama bekundeten. Mit ihrem friedlichen Protest haben diese Mönche das Vorhaben der chinesischen Regierung sabotiert, die der Welt vorspiegeln wollte, sie hätte die Lage in der tibetischen Hauptstadt nach den angeblich vom Dalai Lama ausgelösten Unruhen unter Kontrolle gebracht. Den Pressevertretern wurde versichert, die Mönche hätten keine Konsequenzen für ihre Protestaktion zu befürchten. Zweifel an diesen Versprechungen sind angebracht; und tatsächlich besteht Anlaß zur Sorge um das Schicksal dieser Mönche.

Das Areal um den Jokhang-Tempel wurde nach dem Vorfall abgesperrt und auch alle drei großen Gelugpa-Klöster in und um Lhasa - Sera, Ganden und Drepung - sind weiterhin abgeriegelt. Der Ramoche-Tempel wurde den Journalisten nicht zugänglich gemacht, obwohl sie mehrmals darum gebeten ... [weiter]

Aufgegeben von TB @ 11:56 AM MEZ [Link]

Focus.de: Der Dialog zwischen China und dem Dalai Lama besteht derzeit nur aus gegenseitigen Schmähungen. Derweil stürmten Exiltibeter eine chinesische Visastelle in Nepal. Die Truppen der Polizei reagierten mit Knüppeln.

Der Dalai Lama im nordindischen Dharamsala
China ignoriert internationale Appelle zu Gesprächen mit dem Dalai Lama. In einem von der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua am Sonntag veröffentlichten Kommentar wurde das geistliche Oberhaupt der Tibeter als „Unruhestifter“ bezeichnet, der jeden Dialog verhindere. Der Friedensnobelpreisträger seinerseits bezeichnet die Pekinger Siedlungspolitik in Tibet als „demografische Aggression“, die eine Art „kultureller Völkermord“ sei. Er bat die internationale Gemeinschaft um Hilfe.

Dalai Lama prangert an

„Es ist die Dalai-Clique, die die Tür zum Dialog zugeschlagen hat“, hieß es bei Xinhua. Als „Dalai-Clique“ bezeichnet Peking die Exilregierung in der nordindischen Stadt Dharamsala. Die Behörden werfen dem Dalai Lama vor, Drahtzieher der Proteste in Tibet zu sein, die am 10. März friedlich begannen und vier Tage später in Gewalt umschlugen. Dutzende Mönche protestieren vor Journalisten

„Waffenarsenal im Kloster“

Nach amtlichen Angaben wurden im Kloster Geerding im Südwesten Tibets 30 Schusswaffen, Munition, Sprengstoff und Messer zusammen mit Fahnen der Exilregierung und Transparenten mit der Aufschrift „Unabhängigkeit Tibets“ gefunden.

Der Dalai Lama sagte, wegen der schlechten Menschenrechtslage könnte ganz China destabilisiert werden. „China sieht stabil aus, unter der Oberfläche gibt es aber sehr viel Verbitterung“, sagte er. China sei fast ein Polizeistaat mit einer „Herrschaft des Terrors“... [weiter]

Aufgegeben von TB @ 11:22 AM MEZ [Link]

Saturday, 29. March 2008

tagesanzeiger.ch, 29. März 2008: Neue Unruhen in Lhasa
Der Protest habe gegen 14 Uhr (Ortszeit) am Ramoche-Kloster begonnen, es seien «viele Menschen» beteiligt, berichtete Kate Saunders von der in Washington ansässigen Internationalen Kampagne für Tibet unter Berufung auf Augenzeugen. Nach einigen Stunden habe sich die Lage wieder beruhigt. Sie habe keine Informationen über Verletzte oder Festnahmen... [weiter]

Aufgegeben von TB @ 06:50 PM MEZ [Link]

Lausanne, 28.03.2008:

Protest vor dem Olympischen Museum

Die Tibet-Proteste nehmen kein Ende: «Keine Olympische Flamme in Tibet», war auf Plakaten der Demonstranten zu lesen. An den Präsidenten des Internationalen Olympischen Kommitees (IOC) Jacques Rogge gerichtet war die Parole «Herr Rogge, ihr Schweigen tötet Tibeter». Die Demonstranten forderten auch einen Boykott der Eröffnungszeremonie ... [weiter]

Aufgegeben von TB @ 05:05 PM MEZ [Link]

Friday, 28. March 2008

Süddeutsche Zeitung, 29.3.08, Ein Kommentar von Kurt Kister
Derzeit zeigt sich China der Welt als brutaler Polizeistaat aus dem Zeitalter der Ideologien. Dennoch wird der autoritäre Sozialismus des 20. Jahrhunderts allmählich zerbröseln.
Kaum eine grundsätzliche Betrachtung zur Lage der Welt kommt ohne die Erkenntnis aus, dass China die Supermacht des 21. Jahrhunderts sei. Es gibt dafür viele, vor allem wirtschaftliche Argumente. Deswegen raten auch Politiker und Geschäftsleute gern zu "pragmatischem Umgang" mit China. Darunter wird oft eine Mischung aus Kotau und Appeasement verstanden, verbunden mit dem Satz, man müsse vermeiden, dass Chinesen "das Gesicht verlieren".
Im Umgang mit Tibet machen sich die Chinesen selbst wenig Sorgen darüber, ob die Tibeter das Gesicht verlieren könnten - schließlich haben etliche Tibeter in den vergangenen Wochen sogar ihr Leben ... [weiter]

Aufgegeben von TB @ 10:43 PM MEZ [Link]

28. März 2008, Nach Tagen von Unruhen und Protesten seit dem 15. März in dem Bezirk Ngaba (chin. Aba Xian), Tibetische Autonome Präfektur Ngaba, Provinz Sichuan, bei denen mindestens 23 Tibeter ums Leben kamen und Hunderte verletzt wurden, drangen die Milizen der Bewaffneten Volkspolizei (PAP) und die Sicherheitskräfte des Büros für Öffentliche Sicherheit (PSB) heute Nachmittag (Ortszeit) in das Kloster Ngaba Kirti ein, durchwühlten die Zimmer der Mönche ... [weiter]

Aufgegeben von TB @ 09:25 PM MEZ [Link]

Dalai Lama bittet die Welt um Hilfe

"Ich bitte die chinesische Führung dringend, sich in Weisheit zu üben und einen bedeutsamen Dialog mit dem tibetischen Volk zu führen", schrieb das geistliche Oberhaupt der Tibeter in dem Brief.

Zugleich bekräftigte er seinen Willen, sich gemeinsam mit der chinesischen Führung für Frieden und Stabilität in der Region einzusetzen. Es gehe ihm nicht um eine Unabhängigkeit Tibets von China, sondern darum, "die eigene Kultur, Sprache und Identität" der Tibeter zu bewahren.

Die Olympischen Spiele in Peking wolle er nicht behindern, betonte der Dalai Lama. Als bevölkerungsreichstes Land der Erde, mit langer Geschichte und reicher Zivilisation sowie als aufstrebende Wirtschaftsmacht verdiene China die Spiele, so das geistliche Oberhaupt der Tibeter.

Chinas staatliche Medien warnte der Dalai Lama ... [weiter]

Aufgegeben von TB @ 06:46 PM MEZ [Link]

FAZ, 27.3.08, von Petra Kolonko
Nach allen Augenzeugenberichten haben die Ausschreitungen in Lhasa nicht nur die Bewohner, sondern auch die Sicherheitskräfte und die Provinzregierung überrascht. Tibet galt in den letzten Jahren als ruhig; seit im Jahr 2006 die Eisenbahn die tibetische Hauptstadt erreichte, sonnte sich Peking im Glanz seiner „Entwicklungspolitik“. Auch schien die Lage dank wirtschaftlicher Fortschritte entspannter zu sein als noch vor Jahren. Dass sich trotzdem große Wut aufgestaut hatte, die sich nun in Gewaltakten und Brandstiftungen entlud, könnte auch mit an ihm liegen: Zhang Qingli, der Parteichef der „Autonomen Region Tibet“ und somit noch vor dem Gouverneur oberster Statthalter Pekings in der Region, hat seit seiner Berufung für böses Blut gesorgt.

Als er im Mai 2006 in Lhasa ankam, verordnete er als Erstes den Mönchen und Nonnen „Patriotische Erziehungskampagnen“. Politkommissare wurden in die Klöster ... [weiter]

Aufgegeben von TB @ 01:55 PM MEZ [Link]

Rhein-Neckar Zeitung online, 28.3.08:
Peking(dpa) - Eine Gruppe westlicher Diplomaten ist am Freitag zu einer von Chinas Regierung organisierten Reise nach Tibet aufgebrochen. Die ranghohen Diplomaten aus 17 Botschaften besuchen am Freitag und Samstag Lhasa, um sich ein Bild von der Lage nach den Unruhen ... [weiter]

Aufgegeben von TB @ 11:44 AM MEZ [Link]

Thursday, 27. March 2008

27.03.08,
Der Bundesrat wird sich nächstens mit der Entwicklung in Tibet befassen. Dabei kommt auch die Frage eines allfälligen Boykotts der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele zur Sprache.
Vor Ausbruch der Gewaltwelle in Tibet und den angrenzenden chinesischen Provinzen hatte Bundespräsident Pascal Couchepin im Januar noch angekündigt, dass er an der Eröffnungsfeier vom 8. August teilnehmen werde.

Der Bundesrat verfolge die Entwicklung in Tibet mit grosser Aufmerksamkeit. Er werde sich dazu mit Sicherheit anlässlich einer der nächsten Sitzungen äussern, sagte nun Jean-Philippe Jeannerat, Sprecher des Eidg. Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA), am Donnerstag auf Anfrage.

Dabei beantworte der Bundesrat auch den offenen Brief von 176 National- und Ständeräten. Diese ... [weiter]

Aufgegeben von TB @ 09:03 PM MEZ [Link]


VIDEO: Mönche protestieren vor Journalisten im Jokhang-Tempel, Lhasa


Spiegel online, 27.3.08: Mutige Mönche stören chinesische Inszenierung

Weinende Mönche flehen um ein freies Tibet: Diese Bilder hatte die chinesische Regierung vermeiden wollen, als sie 26 ausländischen Journalisten erlaubte, nach Lhasa zu reisen. Doch statt die Inszenierung aus Peking zu glauben, verschafften sich die Reporter ihre eigenen Eindrücke.

Lhasa - "Tibet ist nicht frei!" Nach diesem Ruf bricht der junge tibetische Mönch in Tränen aus. Mit einer mutigen, aus Wut und Verzweiflung geborenen Protestaktion bringen rund 30 buddhistische Mönche die chinesische Führung heute in eine äußerst peinliche Situation. Das sind nicht die Bilder, die die Regierung in Peking den 26 ausgewählten ausländischen Journalisten präsentieren wollte - ... [weiter]

Aufgegeben von TB @ 10:40 AM MEZ [Link]

Wednesday, 26. March 2008

ARD Tagesschau, 25.3.08:
Die letzten Journalisten sind ausgewiesen worden, Internetseiten aus Tibet wurden gesperrt, Sicherheitskräfte sammeln vor Ort die Handys ein. Und doch muss ARD-Korrespondent Graebert Informationen über die Aufstände der Tibeter beschaffen. tagesschau.de sprach mit ihm über seine fast unlösbare Aufgabe.

tagesschau.de: China hat ausländische Journalisten aus Tibet ausgewiesen, die Internetseiten aus der Region sind gesperrt oder werden streng zensiert, Sicherheitskräfte sammeln die Handys der Bewohner ein. Wie kommen Sie überhaupt noch an Informationen?

Jochen Graebert: Es wird zunehmend schwierig, Informationen aus erster Hand zu bekommen. Wir haben Kontakte sowohl nach Tibet als auch in die angrenzenden Provinzen. Und es gibt noch andere Möglichkeiten als über Mobiltelefone an Neuigkeiten zu kommen. Die können wir jetzt aber nicht genau beschreiben, weil wir unsere Informanten schützen ... [weiter]

Aufgegeben von TB @ 12:49 PM MEZ [Link]

VIDEO des n-tv.de: Am Video-Ende werden gefangene Tibeterinnen vorgeführt

Prügel für TV-Team vor chinesischer Mission in Genf - Zwischenfall in Genf bei TSR-Filmaufnahmen

Wachpersonal der chinesischen Vertretung bei der Welthandelsorganisation (WTO) in Genf ist gegen ein Team des Westschweizer Fernsehens (TSR) und einen Tibet-Aktivisten vorgegangen. Es bedrohte die Medienleute mit einem Schlagstock.
VIDEO: Das TSR-Team filmte die Aussenmauer der diplomatischen Mission Chinas, auf welcher am Osterwochenende «Tibet - chinesische Mörder» gesprayt worden war.


25. März 2008 Treffen mit Dalai Lama - China warnt den Westen ... [weiter]

Aufgegeben von TB @ 09:39 AM MEZ [Link]

(sda/ap/hesa) Die Lage in den abgeschotteten tibetischen Klöstern ist nach Angaben von Exiltibetern schlimmer als bisher bekannt. Im Ramoche-Kloster in Lhasa sei bereits am Montag ein Mönch aufgrund der mangelnden Versorgung gestorben. Die Angaben des Tibetan Centre for Human Rights and Democracy (TCHRD) konnten zunächst nicht durch unabhängige Quellen bestätigt werden.

Zahlreiche von Sicherheitskräften blockierte Klöster in Tibet hätten mit Nahrungs- und Wasserknappheit und schlechter medizinischer Versorgung zu kämpfen, hiess es im TCHRD-Communiqué ... [weiter]

Aufgegeben von TB @ 08:53 AM MEZ [Link]

DRadio-AKTUELL vom 26.03.2008
China feiert den Countdown zu den Olympischen Spielen in Peking. Debatte um Reaktionen auf chinesisches Vorgehen in Tibet
Der Vorsitzende der Deutsch-Chinesischen Parlamentariergruppe, Johannes Pflug (SPD), bringt in der Debatte über einen möglichen Boykott der Olympischen Spiele in Peking Wirtschaftssanktionen ins Gespräch. "Man muss darüber reden, welche Güter man nach China liefert und wie die Wirtschaftsbeziehungen sind", sagte Pflug der "Neuen Osnabrücker Zeitung". So könne zum Beispiel die Lieferung von Gütern der Hochtechnologie und des Energiesektors ausgesetzt werden.
Es sei an der Zeit, dass sich die internationale Gemeinschaft "stärker mit der Tibet-Frage auseinandersetzt", sagte Pflug. Von einem Olympiaboykott riet er ab. Dieser würde nur dazu führen, dass "der Einfluss der daran beteiligten Staaten auf die chinesische Politik anschließend gegen Null geht", sagte Pflug.
Der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Günter Nooke, forderte das Internationale Olympische Komitee (IOC) auf, während der Spiele in Peking Sportlern politische Proteste zu erlauben. "Wenn das IOC die Spiele weiter an Länder wie China oder Russland vergeben will, dann muss es den Sportlern auch erlauben, sich politisch zu äußern, und ihnen nicht mehr mit Konsequenzen drohen", sagte Nooke der "Berliner Zeitung". "Auch das IOC muss damit leben können, wenn sich Sportler zur Siegerehrung Protest-T-Shirts anziehen", ... [weiter]

Aufgegeben von TB @ 08:36 AM MEZ [Link]

Tuesday, 25. March 2008

Frankfurter Rundschau online, Audra Ang, 25.3.08:

Bei neuen Zusammenstößen zwischen tibetischen Demonstranten und der Polizei sind in der westchinesischen Provinz Sichuan mindestens zwei Menschen getötet worden. Bei einem der Opfer handelt es sich um einen Polizisten, wie die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua meldete.

Wie Xinhua weiter meldete, war der Polizist bei Zusammenstößen in Garze in der Provinz Sichuan am Montag zu Tode gekommen, als Protestler mit Messern und Steinen bewaffnet auf die Sicherheitskräfte losgingen. Wie örtliche Behörden berichteten, habe die Polizei lediglich "Warnschüsse" abgegeben. Weitere Polizisten seien verletzt worden.

Dem widersprechen Informationen exiltibetischer Organisationen, wonach in der selben Region im Luhuo-Kreis am Montag mindestens ein 18 Jahre alter tibetischer Mönch von Angehörigen der bewaffneten Polizei (Wujing) erschossen wurde.

Die Sicherheitskräfte hätten mehrmals wahllos in die Menge der rund 200 protestierenden Tibeter - unter ihnen viele Nonnen und Mönche - gefeuert, als diese sich einem Behördengebäude näherten. Ein zweiter Mönch befinde sich in kritischem Zustand, wie das Tibetan Center of Human Rights... [weiter]

Aufgegeben von TB @ 12:46 PM MEZ [Link]

Dharamsala (AFP) - Die chinesische Regierung veranstaltet am Mittwoch eine Reise für ausländische Pressevertreter in die tibetische Hauptstadt Lhasa. Ein Außenamtssprecher sagte, die etwa ein Dutzend Journalisten sollten sich dort über die jüngsten Ereignisse informieren und "Opfer krimineller Gewaltakte" interviewen können. Die tibetische Exilregierung erhöhte derweil ihre Angaben zur Zahl der Todesopfer bei Chinas gewaltsamem Vorgehen gegen die Proteste in Tibet auf rund 140. Frankreichs Außenminister Bernard Kouchner verurteilte das Vorgehen Chinas in Tibet. Nepal kündigte an, keine anti-chinesischen Proteste mehr zuzulassen.

Nach Angaben von Medienvertretern wurden für die dreitägige Reise unter anderem die ... [weiter]

Aufgegeben von TB @ 12:26 PM MEZ [Link]

Monday, 24. March 2008

Olympia (dpa/ap) - Das Olympische Feuer für die Spiele in Peking ist entfacht worden. Die Zeremonie fand in der antiken Stätte von Olympia auf der Halbinsel Peloponnes statt.

VIDEO: Tenzin Dorjee versucht ins Gespräch mit Jacques Rogge zu kommen

Bei der Zeremonie rannten zwei pro-tibetische Demonstranten mit schwarzen Fahnen auf das Feld. Sie wurden von griechischen Polizisten festgenommen. Ein Demonstrant schrie Parolen gegen die chinesische Besetzung Tibets, während der Präsident des chinesischen Organisationskomitees, Liu Qi, eine Rede hielt.

Während Liu Qi seine Rede hält, stört ein Demonstrant die Zeremonie

20Minuten-Video von Tenzin Dorjee
BBC-Video des Protests
france2-Video des Protests

Tibetische Demonstrantin wird von griechischen Polizisten weggeschleppt

24.03.08, IOC verteidigt Olympia in Peking - besorgt über Tibet

Olympia (Reuters) - Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat die Vergabe der Sommerspiele an Peking verteidigt, sich aber besorgt über die Lage in Tibet gezeigt.

"Wir glauben, dass die Spiele ein hervorragender Katalysator für den Wandel sind", sagte IOC-Präsident Jacques Rogge am Montag. So werde China schließlich in dem Mittelpunkt des Medieninteresses gerückt. Die Spiele könnten aber nicht in einer Atmosphäre der Gewalt stattfinden. "Wir sind besorgt über das, was in Tibet passiert", sagte Rogge im antiken Olympia,


Medienmitteilung, 24.03.08

Tibetan activists detained for confronting IOC president and protesting China's torch relay; Call on IOC to cancel torch through Tibet as China continues brutal crackdown

Olympia - Tibetans from Switzerland, Germany and the United States were detained by Greek police today after protesting the start of China's global Olympic Torch Relay. Tenzin Dorjee from the United States was detained in the town of Olympia while the Olympic torch... [weiter]

Aufgegeben von TB @ 10:41 AM MEZ [Link]

Von Mark Siemons, Peking
Der Berg des Anstoßes: Mit dem Fackellauf über den Mount Everest macht Peking Propaganda
23. März 2008 Morgen Mittag, am Ostermontag, wird es im heiligen Hain von Olympia zu einer eigenartigen Szene kommen. Ein paar Schauspieler in irgendwie antik wirkenden weißen Gewändern werden sich dort versammeln, und eine Frau namens Maria Naftpliotou, die man aber dort allseits „Hohepriesterin“ nennt, wird vor dem Tempel der Hera den Gott Apollo preisen. Anschließend wird sie mit Hilfe eines Parabolspiegels das Sonnenlicht so bündeln, dass es sich entzündet. Die Flamme wird sie dann zu einem Taekwondo-Kämpfer namens Alexandro Nikolaidis tragen, der mit der Fackel davonlaufen wird.

Es hätte nicht des diesjährigen Austragungsorts der Olympischen Spiele und der Unruhen in Tibet bedurft, um einen verquasten Mythen- und Sakrokitsch wie diesen, mit dem der olympische Fackellauf beginnt, befremdlich zu finden. Es ist kein Geheimnis... [weiter]

Aufgegeben von TB @ 10:20 AM MEZ [Link]

Olympia (AFP) — Viereinhalb Monate vor Beginn der Olympischen Spiele in Peking wird heute in Griechenland das Olympische Feuer entfacht. Im heiligen Hain des antiken Olympia soll die Flamme in Anwesenheit des Chefs des chinesischen Olympischen Komitees, Liu Qi, sowie des Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Jacques Rogge, entzündet werden. In den kommenden sechs Tagen wird die Olympische Fackel von Athleten nach Athen getragen. Am 31. März beginnt dann von Peking aus die sogenannte "Reise der Harmonie" durch fünf Kontinente.

Angesichts der Unruhen in Tibet haben mehrere Organisationen auf den Stationen des Fackellaufs Proteste angekündigt. "Wir haben alles besprochen und geplant", sagte die Sprecherin der Organisation "Studenten für ein freies Tibet", Lhadon Tethong. "Jetzt kommt es auf die internationale Verantwortlichkeit und unsere Aktionen an." Angestrebt wird nach ihren Angaben entweder ein kompletter Olympiaboykott, ein Boykott der Eröffnungszeremonie oder der Sponsoren der Spiele. Auch Proteste einzelner Tibet-Aktivisten oder von Athleten seien denkbar. Zunächst jedoch wollten die Gruppen ihre Proteste auf den Olympischen Fackellauf konzentrieren.

Anne Holmes von der in London ansässigen Organisation "Free Tibet" rief das IOC angesichts der Unruhen in der Region auf, die durch Tibet verlaufende Etappe des Fackellaufs abzusagen. Proteste während des Fackellaufs sind auch wegen Chinas Politik im Sudan und der Verfolgung der Falungong-Sekte geplant, die chinesischen Behörden sorgen sich deshalb besonders über die Stationen der Fackel in London, Paris und San Francisco am 6., 7. und 9. April.


To Ios 24.03.2008, "Löscht die Flamme"
Die gescheiterten Versuche, 1936 die Ankunft der Olympischen Flamme in Nazideutschland zu verhindern

Am Montagmittag findet im antiken Olympia erneut die berühmt-berüchtigte "Entzündungs-Zeremonie" der Olympischen Flamme statt, Auftakt des üblichen Fackellaufs, der diesmal in Peking enden wird. Wieder einmal wird die "wunderbare Idee des Dr. Goebbels" – wie sie schon von der Zeitung Estia im August 1935 beschrieben wurde – in vulgärer Weise den Geist und die Geschichte des antiken Olympia mit einer geschmacklosen Zeremonie verletzen, die überhaupt nichts mit der Antike zu tun hat und uns lediglich an die Vorstellung erinnert, welche die Nazis der Vorkriegszeit vom klassischen Griechenland hatten:
Vollständiger Artikel "Löscht die Flamme"

Aufgegeben von TB @ 09:57 AM MEZ [Link]

FAZ, 19. März 2008, Ausweichpläne für den Fackellauf

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) und ganz besonders sein Präsident Jacques Rogge haben nicht vor, die Niederschlagung der tibetischen Proteste in China zu kommentieren. Zum Konflikt in Tibet formulierte das IOC auf Anfrage dieser Zeitung lediglich eine allgemeine schriftliche Erklärung, in der es die Welt damit tröstet, dass man das friedensstiftende olympische Feuer nach Lhasa bringen werde.

Dafür gerierte sich am Mittwoch in Peking Jiang Xiaoyu, Vizepräsident des Organisationskomitees der Sommerspiele (Bocog), als Sprecher des IOC. Wie schon Tags zuvor Ministerpräsident Wen Jiabao berief er sich auf die olympische Ethik: Die angekündigten Proteste im Rahmen des olympischen Fackellaufs – etwa von Exiltibetern und Kritikern der Menschenrechtslage in China aus verschiedenen Ländern – prangerte er als „völlig im Widerspruch zum Geist der Spiele und zur olympischen Charta“ und als eine „Bedrohung für die Olympische Bewegung“ an.

Der Fackellauf bleibt die „Reise der Harmonie“

Route Fakellauf

„Das IOC schließt sich dem Wunsch der ganzen Welt an, dass es zu einer friedlichen Lösung der Spannungen der letzten Tage in Tibet kommen möge“, ließ die IOC-Zentrale in Lausanne in einer E-Mail lediglich verlauten. „Der olympische Fackellauf, der die olympischen Werte von Freundschaft, Respekt und Vortrefflichkeit verkörpert, soll im Juni nach Lhasa reisen. Die olympische Fackel ist ein machtvolles Symbol, das die Menschen in aller Welt dazu inspiriert, ihre Unterschiede in beiderseitigem Verständnis zu überwinden. . .“

Viele Möglichkeiten zum AKTIV WERDEN FÜR TIBET
Spenden für Tibet. Bitte vermerken Sie auf Ihrer Spende "SOLIDARITÄT"

Der Gipfel: das Feuer kommt auf den Mount Everest

Der Vizechef des Bocog, Jiang Xiaoyu, unterstrich in seiner Pressekonferenz in Peking, dass das olympische Feuer trotz der Proteste in Tibet auf das Dach der Welt und wie geplant auch auf den Mount Everest getragen werde. Es gebe aber für alle Eventualitäten Ausweichpläne zum Fackellauf. Auch unter Hinweis auf angebliche terroristische Aktivitäten muslimischer Unabhängigkeitskräfte in Xinjiang, einer anderen Unruheregion in Nordwestchina, sagte der hohe Funktionär jedoch: „Egal was in Tibet oder Xinjiang passiert, ... [weiter]

Aufgegeben von TB @ 09:03 AM MEZ [Link]

Sunday, 23. March 2008

"Chinesische Propaganda schürt nur den Hass"

Eine Gruppe kritischer chinesischer Autoren und Intellektueller hat die Regierung in Peking zum „direkten Dialog" mit dem Dalai Lama aufgefordert. In einem offenen Brief forderten die 29 Unterzeichner die Regierung zu einem Stopp der „gewalttätigen Unterdrückung" auf und stellten zwölf Lösungsvorschläge vor.

1. Derzeit führt die einseitige Propaganda durch die offiziellen chinesischen Medien nur dazu, dass zu Hass zwischen den Nationalitäten aufgestachelt wird. Das ist extrem schädlich für das langfristige Ziel, den Schutz der nationalen Einheit. Wir rufen dazu auf, diese Propaganda einzustellen.

2. Wir unterstützen den Aufruf des Dalai Lama zum Frieden. Wir hoffen, dass mit ethnischen Konflikten nach den Prinzipien der besten Absichten friedlich und gewaltlos umgegangen wird. Wir verurteilen jegliche Gewaltausübung gegen unschuldige Menschen. Wir fordern Chinas Regierung eindringlich auf, jede gewaltsame Repression zu stoppen. Wir rufen die tibetischen Menschen auf, keine Gewalt auszuüben.

3. Chinas Regierung erklärt, dass sie „ausreichende Beweise“ besitzt, um ihren Vorwurf zu belegen, dass es sich um einen „von der Dalai-Clique organisierten, vorbereiteten und detailliert geplanten Vorfall“ handelt. Wir hoffen, dass die Regierung diese Beweise vorlegt. Wir schlagen vor, dass die Regierung die UN-Menschenrechtskommission für eine unabhängige Untersuchung dieser Beweise, wie es ... [weiter]

Aufgegeben von TB @ 10:03 PM MEZ [Link]

Eindrücke aus Tibets Hauptstadt Lhasa nach den schweren Ausschreitungen
Der deutsche Reporter Georg Blume reiste am Tag nach dem Gewaltausbruch in Lhasa nach Tibet ein. Mit einer Kollegin durfte er dort bis Donnerstag bleiben – so lange wie kein unabhängiger Journalist sonst.
NZZ am Sonntag: Wie war die Lage in der tibetischen Hauptstadt Lhasa, als Sie sie verlassen mussten?
Georg Blume: Eine gewisse Normalität war zurückgekehrt. Die Kinder aus dem Tempelbezirk, wo die schwersten Auseinandersetzungen stattgefunden hatten, gingen wieder zur Schule. Gleichwohl war in den alten Vierteln der Innenstadt bewaffnete Militärpolizei postiert. Wer aus dem Haus gehen wollte, musste an allen Ecken seinen Ausweis zeigen. Viele Strassen waren noch gesperrt. Überall lag ...
Vollständiges Blume-Interview aus der NZZ am Sonntag


"Peking setzt Armee gegen Nonnen ein" von Markus M. Haefliger
Chinas Repressionspolitik weitet sich auf Nachbarprovinzen von Tibet aus – Augenzeugen berichten
Während sich die Lage in Tibet offenbar beruhigt, verstärkt Peking in den angrenzenden Provinzen die Repression. Augenzeugen berichten von Verhaftungen und Toten.
Aus den wenigen Informationen, die am Samstag aus Tibet und den von Tibetern besiedelten Nachbarprovinzen nach aussen gedrungen sind, ergibt sich ein widersprüchliches Bild. In der tibetischen Hauptstadt Lhasa waren Geschäfte und Schulen laut Agenturberichten wieder geöffnet. Bewohner der Provinz Sichuan berichteten der ...
Vollständiger Nonnen-Artikel aus der NZZ am Sonntag

China erklärt Unruhen in Tibet für eingedämmt
Staatsmedien melden Normalisierung der Lage
(NZZ/AP)Das chinesische Agentur Xinhua meldet Normalisierung in Tibet und den angrenzenden Provinzen. Die Sicherheitskräfte hätten die Lage im Griff. Unabhängige Berichte aus den Unruhegebieten gibt es nicht. [weiter]

Aufgegeben von TB @ 08:37 AM MEZ [Link]

Saturday, 22. March 2008

Bei Phayul erschien gestern folgender Artikel des irischen Schriftstellers Gordon Thomas. Er war gestern auch auf der Website Canada Free Press, http://canadafreepress.com/index.php/article/2306 zu sehen, verschwand aber inzwischen aus unerklärlichen Gründen wieder. Die Seite wurde gestern herunter geladen und kann Wunsch zur Verfügung gestellt werden. Die Behauptungen müßten bewiesen werden, sie könnten aber durchaus wahr sein.

www.phayul.com, London, 21. März 2008
Britischer Geheimdienst bestätigt die Aussagen des Dalai Lama über die inszenierten Gewaltausbrüche
von Gordon Thomas (zu diesem Autor siehe unten)

Die britische Regierungsstelle für Kommunikation, GCHQ, www.gchq.gov.uk, welche vom Weltall aus die halbe Erdkugel elektronisch beobachtet, bestätigte die Aussage des Dalai Lama, wonach die gewalttätigen Unruhen in Tibet, bei denen Hunderte Tibeter verletzt und getötet wurden, von Agenten der chinesischen Volksbefreiungsarmee, die sich als Mönche verkleidetet hatten, angefacht worden seien.

Nach Ansicht der Analysten des GCHQ hat sich die chinesische Führung ganz bewußt zu diesem Schritt entschlossen, weil sie sich damit einen Vorwand verschaffen konnte, um endlich mit der schwelenden Unruhe in der Region aufräumen zu können, ... [weiter]

Aufgegeben von TB @ 07:47 PM MEZ [Link]

Medienmitteilung von 21. März 2008

Männedorf /Zürich – Wir, die Athleten von Team Tibet, sind über die blutige Niederschlagung der Proteste in Tibet zu tiefst erschüttert. Wir haben die Verantwortlichen des NOC-Tibet deshalb gebeten, alle Bemühungen ein tibetisches Team an die Olympischen Spiele in Peking zu bringen, einzustellen. Wir sehen uns ausser Stande aufgrund des menschlichen Leids in Tibet, das Tausende von Menschen in Gefängnisse gebracht und Hunderte von Landsleuten das Leben gekostet hat, an der Idee festzuhalten, nach Peking zu fahren.

Unser nachfolgender Appell richtet sich an die Sportler aus aller Welt....


FAZ, 18. März 2008
China-Kritikerin Imke Duplitzer: „Das IOC kommt nicht ohne Gesichtsverlust raus“
Duplitzer: "Wenn ich nicht zu den Olympischen Spielen reisen dürfte, wäre ich beruflich erledigt"

Die Degenfechterin im Dilemma: Als Athletin ist Imke Duplitzer von den Spielen in Peking existentiell abhängig. Wer Rückgrat zeigt, geht unter, sagt die 32-Jährige im F.A.Z.-Interview.

Sie sind qualifiziert für das Degenfechten in Peking. Können Sie zu den Olympischen Spielen fahren, wenn Ihre Gastgeber in Tibet einen Aufstand blutig niederschlagen?

Ich hatte schon ein ungutes Gefühl, als das Internationale Olympische Komitee die Spiele nach China vergab vor sieben Jahren. Die gesellschaftliche Situation dort ist ja nicht erst seit heute so, dass man, wenn man ein bisschen ein Bewusstsein hat, dort nur mit gemischten Gefühlen hinfahren kann. Wir dürfen uns nicht politisch äußern und ...

Vollständige Medienmitteilung und Interview mit Duplitzer: [weiter]

Aufgegeben von TB @ 12:51 PM MEZ [Link]

Welt online, 19.3.08, Klemens Ludwig: Interview mit dem Dalai Lama - "China kann mit Repressionen nichts erreichen"

Die Welt blickt mit großer Sorge auf die Krise in Tibet. Für den Dalai Lama sind die Proteste der "spontane Ausdruck einer tiefsitzenden Unzufriedenheit", die Repressionen durch China "ein großer Irrtum". Einen Boykott der Olympischen Spiele in Peking lehnt der Dalai Lama aber weiterhin ab.

Dalai Lama

Frage: Eure Heiligkeit, friedliche Proteste in Tibet sind nach dem Eingreifen der chinesischen Sicherheitskräfte eskaliert. So schwere Unruhen gab es seit knapp 20 Jahren nicht mehr. Wie beurteilen Sie die Lage?

Dalai Lama: Ich bin zutiefst besorgt über die Entwicklung, die nicht nur Lhasa betrifft, sondern auch große Teile von Ost-Tibet. Die Proteste sind spontaner Ausdruck einer tief sitzenden Unzufriedenheit des tibetischen Volkes mit den derzeitigen politischen Bedingungen. Ihnen sind Jahre der Repression sowie der Missachtung der Gefühle des tibetischen Volkes vorausgegangen. Es wäre ein großer Irrtum seitens der chinesischen Behörden zu glauben, sie könnten mit weiterer Repression ...


Die Welt, 18.3.08, Clemens Wergin, "Chinas unverstandenes Glück"

Die Chinesen werden sich noch einmal nach dem Dalai Lama zurücksehnen, den sie jetzt so verunglimpfen. Denn wenn er seine Drohung wahr macht und von den weltlichen Ämtern in der tibetischen Exilregierung zurücktritt, dann werden andere die politische Führung übernehmen. Und diese anderen werden den Weg der wütenden jungen Männer einschlagen, die jetzt ... [weiter]

Aufgegeben von TB @ 11:58 AM MEZ [Link]

Spiegel-online, 22.03.08
In der Tibet-Krise läuft die Propaganda-Maschine heiß. Zeitungen fordern die "entschlossene Niederschlagung" der Aufstände, berichten über angebliche Greuel an Chinesen. International wächst der Druck trotzdem: EU-Parlamentspräsident Pöttering will einen Olympia-Boykott nicht mehr ausschließen.

Peking - China erhöht den Druck auf die aufständischen Tibeter. Staatliche Stellen kündigten am Samstag die rücksichtslose Niederschlagung der Protestbewegung an. Die staatliche "Volkszeitung" rief zur "Vernichtung der Dalai-Clique" auf. "China muss die Verschwörung entschlossen niederschlagen und die sogenannten Tibeter Unabhängigkeitskräfte zerschmettern", verlangte das Blatt in einem Kommentar.

In dem Leitartikel hieß es: "Wir müssen die üblen Absichten der sezessionistischen Kräfte durchschauen, das Banner der sozialen Stabilität hochhalten und die Verschwörung entschlossen niederschlagen."

Die amtlichen chinesischen Medien verbreiteten außerdem Details brutaler Angriffe von Tibetern auf ...

... In Peking wurden die tibetische Autorin Tsering Woeser und ihr chinesischer Ehemann Wang Lixiong, ebenfalls ein Autor, praktisch unter Hausarrest gestellt...
Vollständiger Bericht [weiter]

Aufgegeben von TB @ 11:27 AM MEZ [Link]

Die Welt, 20.3.08: China rüstet sich zum Großangriff auf Tibet

Mit einer massiven Aufstockung des Truppen-Kontingents in Tibet und anderen Unruheprovinzen sucht die chinesische Regierung die Entscheidung im Konflikt mit aufgebrachten Tibetern. Die Gebirgsregion und ihre Nachbarprovinzen wurden systematisch von der Außenwelt abgeriegelt. Alle Journalisten mussten das Land verlassen....
... chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao hatte am Dienstag erstmals von Protesten außerhalb Tibets gesprochen, aber keine genauen Angaben gemacht. In dem am Donnerstag veröffentlichten Bericht wurde der Sprecher der Regierung von Gansu, Zhang Yusheng, ...

... Korrespondent Blume: Chance auf Aufklärung in Tibet geht verloren

Mit der Ausweisung der letzten ausländischen Journalisten aus Tibet ging die Chance verloren, den Ursachen der schweren Ausschreitungen in Lhasa auf den Grund zu gehen. „Letztlich weiß man doch noch gar nicht, was passiert ist“, sagte der deutsche Korrespondent Georg Blume vor seiner Abschiebung aus Lhasa in einem Telefongespräch mit der Deutschen Presse Agentur dpa in Peking. „Es muss hier vor Ort mit den Augenzeugen geredet werden, um die Wahrheit herauszufinden. Denn jede Information, die aus Peking oder Dharamsala kommt, ist doch letztendlich verdächtig.“ Blume ist China-Korrespondent der Wochenzeitung „Die Zeit“ und der Berliner „taz“.

Gerade sei es in Lhasa möglich gewesen, auch ausführlicher mit Augenzeugen und Teilnehmern an den Demonstrationen zu sprechen. Auch Aussagen von chinakritischen Tibetern, die das Vorgehen der Polizei gegen den plötzlichen Gewaltausbruch auch durchaus in einem positiven Licht dargestellt hätten, habe er gehört. „Solche Berichte kommen jetzt eben auch nicht mehr an die Öffentlichkeit“, sagte Blume. Ein Tibeter, der sich als Unterstützer des Dalai Lama und scharfer Chinakritiker erwiesen habe, habe ihm gegenüber eingeräumt: „Ehrlich gesagt, mit der Gewalt sind wir zu weit gegangen.“ Dieser Augenzeuge habe ferner berichtet, dass die Polizei nicht geschossen habe.

„Aber wenn die Behörden dich dann ausweisen, bist du dir wieder nicht sicher, ob sie nicht doch etwas zu verbergen haben“, sagte Blume, der auch gesehen hat, wie bewaffnete paramilitärische Polizisten von Haus zu Haus gingen, um verdächtige Tibeter festzunehmen. Auch die tieferen Ursachen der Gewalt wie wirtschaftliche und soziale Diskriminierung könnten nicht weiter ergründet werden, wenn China ausländische Journalisten aus Tibet ausweise. „Es geht viel verloren. Es wäre eine Chance aufzuklären“, sagte Blume, dem es mit der Journalistin Kristin Kupfer, die in Peking für das österreichische Magazin „Profil“ akkreditiert ist, gelungen war, am Tag nach Ausbruch der schweren Unruhen am Freitag ohne die sonst für Tibet erforderliche Genehmigung nach Lhasa zu reisen. „Es ist hoch interessant, was hier an Leid zu erfahren ist.“

Seit ihrer Ankunft in Lhasa habe die Ausländerpolizei sie aufgefordert, das Hochland wieder zu verlassen. „Seit Samstag sind sie jeden Tag ins Hotel gekommen“, sagte Blume. Die entsandten Beamten seien immer hochrangiger geworden. Schließlich sei ihre Weigerung auch als Verstoß gegen die Vorschriften für Journalisten in China gewertet worden, weil sie keine Genehmigung für Tibet gehabt hätten. „Man sagte uns, dass wir schon lange bevorzugt behandelt worden seien, dass wir aber Probleme bekommen, wenn wir jetzt nicht gehen“, sagte Blume, der von einem „einschüchternden“ Ton sprach. „Es wurde mit dem Entzug der Aufenthaltserlaubnis generell gedroht.“ Auch das Hotel habe ihnen am Donnerstag mitgeteilt, die Polizei habe verboten, sie weiter als Gäste zu beherbergen.


Spiegel online, 20.3.08: "Die Razzien lassen Schlimmes befürchten"

Was passierte in Lhasa wirklich? Wer ist für die Toten der Aufstände verantwortlich - und wie brutal geht China vor? Der Journalist Georg Blume war einer der letzten unabhängigen Beobachter in Tibets Hauptstadt, bis auch er jetzt ausgewiesen wurde. Mit SPIEGEL ONLINE spricht er über vorschnelle Schuldzuweisungen und seine Recherchen.

SPIEGEL ONLINE: Wie schlimm ist die Situation in Tibet?

Blume: Natürlich findet hier ein völlig unsinniger und unverhältnismäßiger Militäraufmarsch statt, das steht außer Zweifel. Die wichtigsten Tempel sind immer noch geschlossen, man kann kaum einkaufen - die meisten Geschäfte sind dicht. Es liegt unheimlich viel Dreck und Verbranntes auf den Straßen, weil die Müllabfuhr seit Tagen nicht funktioniert. Immerhin trauen sich die Leute allmählich wieder auf die Straße.

SPIEGEL ONLINE: Trauen sich diese Menschen zu reden?

Blume: Sie sind erstaunlich offen gegenüber Westlern. Ich spreche mit so vielen Menschen wie möglich. Heute hat mir ein Tibeter geschildert, wie er die Aufstände beobachtet hat: Er konnte die Szenerie sehr genau beschreiben, brachte seinen ganzen Hass auf China zum Ausdruck - wie unmöglich sich die Chinesen aufführen, wie sie die Tibeter ökonomisch und religiös unterdrücken. Der nahm kein Blatt vor den Mund. Trotzdem sagte er: Die chinesischen Polizisten haben nicht geschossen am vergangenen Freitag, dem Ausbruch und vorläufigen Höhepunkt der Unruhen. Er vermutete, dass unter den Toten vor allem Chinesen waren, die in ihren Läden verbrannt sind.

SPIEGEL ONLINE: Im Internet kursieren grausige Bilder von Toten, verbreitet von der Free Tibet Campaign - darauf sieht man ...
Vollständige Berichte hier [weiter]

Aufgegeben von TB @ 11:04 AM MEZ [Link]

Friday, 21. March 2008

Indien Schauplatz tibetischer Proteste, tagesthemen 23:15 Uhr, 21.03.2008
Video Proteste und Pellosi in Indien


Calmy-Rey schreibt chinesischem Amtskollegen
Video BR Calmy-Rey

news.ch, 21.03.2008
Bern - Aussenministerin Micheline Calmy-Rey hat in einem Brief an ihren chinesischen Amtskollegen Yang Jiechi «tiefe Besorgnis» über die Lage in Tibet geäussert. Sie erwähnte auch die Beschädigung von chinesischen Konsulaten in der Schweiz. (bert/sda)

Die kleinen Schäden entstanden am Rande von Demonstrationen gegen die Unterdrückung der Tibeter durch China - insbesondere am vergangenen Samstag in Zürich, als einige Steine flogen.
Calmy-Rey drückte ihr Bedauern aus und versicherte Peking, dass Geldforderungen wegen allfälliger Reparaturarbeiten ... [weiter]

Aufgegeben von TB @ 11:15 PM MEZ [Link]

Im Zuge einer friedlichen Kundgebung von Exiltibetern in Wien kletterte ein junger Tibeter auf den Balkon der chinesischen Botschaft. Im Anschluss wurde er in der Botschaft von Chinesen schwer misshandelt.

Video des tibetischen Fassadenkletterers

Wien, 20. März 2008
Anlässlich der gewaltsamen und brutalen Niederschlagung tibetischer Protestebewegungen in China fand heute eine von der Partei Die Grünen veranstaltete Kundgebung vor der chinesischen Botschaft in Wien statt. Die rund 120 TeilnehmerInnen an dieser Kundgebung waren VertreterInnen von Save Tibet sowie in Österreich lebender ExiltibeterInnen, die außenpolitische Sprecherin der Grünen Ulrike Lunacek, die Menschenrechtssprecherin Birgit Weinzinger und die stellvertretende Bundessprecherin der Grünen Madeleine Petrovic.

Nachdem offiziellen Ende der Kundgebung mit dem Singen der Tibetischen Nationalhymne und einem Gebet, stürmte plötzlich ein Demonstrant mit der tibetischen Fahne auf das Botschaftsgebäude zu. Die überraschten Polizisten versuchten erfolglos ihn und die ihm folgenden Demonstrierenden aufzuhalten. Diesem Tibeter gelang es, den Balkon der chinesischen Botschaft über die Fassade zu erklimmen, die chinesische Fahne zu demontieren und die tibetische Flagge zu schwenken.

Fünf Botschaftsangehörige zerrten den Mann in das Innere des Gebäudes und riegelten es gegenüber der Öffentlichkeit ab. Bange Ungewissheit machte sich breit... [weiter]

Aufgegeben von TB @ 03:49 PM MEZ [Link]

Die Präsidentin des US-Abgeordnetenhauses hat sich demonstrativ mit dem Dalai Lama getroffen. Die chinesischen Behörden haben unterdessen im Internet Fotos von den meistgesuchten Teilnehmern der Ausschreitungen in Lhasa veröffentlicht.

Vier der 19 zur Fahndung ausgeschriebenen tibetischen Demonstranten. (Bild: sina.com)

Auf Websites wie sina.com sind Fotos von 19 Demonstranten zu sehen, die während der Proteste in Lhasa vor einer Woche aufgenommen worden waren. Den Fotos ist der Aufruf beigefügt, der Polizei Hinweise über den Aufenthaltsort der Verdächtigen zu liefern.

Rund hundert Tote

Die staatliche Zeitung «Tibet Daily» berichtete, zwei der ursprünglich 21 Gesuchten seien bereits festgenommen worden. [weiter]

Aufgegeben von TB @ 03:01 PM MEZ [Link]

Thursday, 20. March 2008

Die tibetische Exilregierung und das tibetische Exilparlament in Dharamsala, Indien, haben gemeinsam ein Komitee mit dem Namen “Tibetan Solidarity Committee” gegründet.

Das Ziel des Komitees ist es, die Exil-Bewegung als Einheit zu planen, informieren, koordinieren und führen: Eine Stimme, eine Botschaft um die gegenwärtige Krise in Tibet zu lösen.
Zeitraum: Bis die gegenwärtige Krise gelöst ist.

Sprecher: Karma Choephel, Stellvertretende Sprecherin: Dolma Gyari
Mitglieder: DIIR Minister Kesang Takla, Sicherheits-Minister Drungchung Ngodup, Tsogsur Chithue Pema Jungney, Chithue Penpa Tsering, Chithue Tsultrim Tenzin.

Für zusätzliche Informationen besuchen Sie bitte www.stoptibetcrisis.net


Karte der Protest-Orte in Tibet

Karte der Proteste 0308

Fotos der Verletzungen getöteter Tibeter. ACHTUNG: Bitte nur ansehen, wenn Sie starke Nerven besitzen

Aufgegeben von TB @ 08:58 PM MEZ [Link]

Solidaritätsmarsch der Tibet-Organisationen TGSL-GSTF-VTJE-TFOS beim Helvetiaplatz in Zürich

Solidaritätsmarsch ZH
Video zum Solidaritätsmarsch
Um 19 Uhr trafen sich viele Tibeter/-innen und Schweizer zum gemeinsamen Solidaritätsmarsch. Viele waren mit Flaggen und Fackel gekommen. Es war ein schönes Gefühl zu sehen, wie viele Menschen sich für die Menschenrechte in Tibet einsetzten und dies auch ausdrückten: über 1000 waren anwesend . Durch 4 Mönche wurde ein Gebet gesungen das sehr beruhigend und harmonisierend wirkte. Die Menschenmenge verstummte, einige schlossen die Augen und ...


Unter grosser Anteilnahme der Bevölkerung hielten drei tibetische Mönche am Abend des 19. März,
vor der Barfüsserkirche in Basel eine Mahnwache

DSC00284s (53k image)

mehr Bilder und vollständiger Bericht vom Solidaritätsmarsch in Zürich [weiter]

Aufgegeben von TB @ 11:42 AM MEZ [Link]

An den Bundesrat Bundeshaus
3003 Bern

Bern, 19. März 2008

Wir dürfen nicht schweigen.

Tibet ist seit 1950 von China besetzt. In den vergangenen Monaten hat die Repression deutlich zugenommen. Dies mit Umerziehungskampagnen in den Klöstern, der Unterdrückung von jeglichen Sympathiekundgebungen für den Dalai Lama und auch mit der Provokation Chinas, die Olympische Fackel durch Tibet auf den Mount Everest zu tragen, den heiligen Berg der Tibeterinnen und Tibeter.

Am 10. März gab es eine friedliche Demonstration von Mönchen in Lhasa, die mit brutaler Gewalt niedergeschlagen wurde. Inzwischen ist die Lage dramatisch. Touristen und ausländische Journalisten müssen Tibet verlassen. Medien und Internet werden kontrolliert und zensuriert. Tibet ist hermetisch abgeriegelt. Die Geschichte zeigt, dass China solche Massnahmen immer dann ergriffen hat, wenn es die Lage mit Gewalt und ohne Zeugen unter Kontrolle bringen will. Derzeit muss das Schlimmste befürchtet werden.

Die Bundesrat muss jetzt deutlich gegen die chinesische Gewalt Stellung beziehen. Wir dürfen bei solch schweren Menschenrechtsverletzungen nicht schweigen.

Die unterzeichnenden Parlamentarierinnen und Parlamentarier sind äusserst besorgt über die Entwicklung in Tibet. Sie ersuchen den Bundesrat:

- Die chinesische Regierung in aller Deutlichkeit zu einem Ende der Gewalt und der Repression in Tibet und zu einem Dialog mit der tibetischen Exilregierung aufzufordern. Dazu soll auch der chinesische Botschafter in Bern zitiert werden.
- Das Internationale Olympische Komitee aufzufordern, sich unverzüglich für die Einhaltung der von China abgegebenen Versprechen einzusetzen und dafür, dass die Menschenrechte in Tibet endlich beachtet werden.

Tiana Angelina Moser (glp, Zürich) Doris Fiala (FDP, Zürich) Mario Fehr (SP, Zürich)

Oskar Freysinger (SVP, Wallis) Maya Graf (Grüne, Baselland) Kathy Riklin (CVP, Zürich)

Weitere Stellungnahmen von Parteien zu Tibet: SPS GRÜNE

Chinas Tibet-Zensur auch in Bern

China versucht auch in Bern, Nachrichtenbeiträge über den Konflikt im Tibet zu verhindern. Botschaftsangestellte intervenieren auf öffentlichem Grund.
Mit Video. [weiter]

Aufgegeben von TB @ 08:29 AM MEZ [Link]

Wednesday, 19. March 2008

taz, 18.3.08:VON GEORG BLUME
Weder die Mönche noch die Militärpolizei: Der Gewaltausbruch in Lhasa ist wohl dem Frust einer neuen Generation junger Tibeter geschuldet.

SF Tagesschau: Video-Bericht aus Lhasa

LHASA Zehn Jahre, länger haben die Chinesen nicht gebraucht, um aus Lhasa die erste Großstadt in der langen Geschichte Tibets zu machen. Doch an nur einem Tag ist der neureiche Glanz von der alten Götterstadt wieder abgefallen. Jetzt liegen fast sämtliche der zahlreichen neuen chinesischen Geschäfte der Stadt in Trümmern. Man wird ihnen den Glanz schnell wieder auftragen. Bis dahin aber hat Lhasa eine kleine Chance, sich seines neuen tibetisch-chinesischen Wesens bewusst zu werden. Denn es gibt jetzt ein allen Bürgern der Stadt gemeinsames Entsetzen über die Gewaltexplosion am vergangenen Freitag. Alle ahnen, dass der Gewaltausbruch in erste Linie weder den demonstrierenden tibetischen Mönchen noch der eilig herbeigerufenen chinesischen Militärpolizei geschuldet ist, sondern dem Frust einer neuen Generation junger Tibeter.

"Die tibetischen Jugendlichen hatten zu viel Langeweile", sagt eine chinesische Majongkneipenbesitzerin, deren versteckte Gaststube nur durch Zufall unversehrt blieb. Sie mahnt, die Sorgen der rebellierenden tibetischen Jugendlichen um gleiche Jobs und gleiche Bildung ernst zu nehmen. "Die chinesischen Geschäftsleute zu verjagen, ist keine Lösung. Ohne sie können wir wirtschaftlich nicht bestehen", sagt ein dreiunddreißigjähriger tibetischer Bauarbeiter zu zwei jungen Tibetern, die an den Protesten teilnahmen. Gleichwohl hat der Mann alles Verständnis für die Revolte der Jugend.

Das sind die vernünftigen Stimmen, die in Lhasa durchaus zu vernehmen sind. Doch sie haben es naturgemäß schwer, sich unter dem Eindruck des Schreckens Gehör zu verschaffen.

Lhasa ist jetzt eine besetzte Stadt. Das Militär ist überall, es hat die Metropole der Mönche in eine Garnisonsstadt verwandelt. Mag die Führung in Peking auch betonen, dass in Lhasa dieser Tage nicht die reguläre Volksarmee, sondern nur die bewaffnete Militärpolizei zum Einsatz kommt - es macht keinen Unterschied. So wie diese Militärpolizei hier aufmarschiert, gleicht sie einer vollausgerüsteten Armee. Mit kilometerlangen Fahrzeugkolonnen, die tausende schwerbewaffneter Polizisten... [weiter]

Aufgegeben von TB @ 06:01 PM MEZ [Link]

Spiegel online, 19.03.08, aus Dharamsala berichtet Hasnain Kazim

Der Dalai Lama fordert friedlichen Widerstand - doch viele junge Tibeter denken anders. In Dharamsala, dem Sitz der Exilregierung, verdammen junge Buddhisten die Untätigkeit des Westens und fordern notfalls den Einsatz von Gewalt. Auch wenn sie ihren Führer damit brüskieren.

"Schauen Sie sich das an", fordert der alte Mönch im roten Gewand den Inder auf, der gerade vorbei schlendert, und reicht ihm einen Stapel Fotos. "Das sind Bilder aus Lhasa und aus der Umgebung der tibetischen Hauptstadt." Der Inder, mit seiner Familie in Dharamsala im Himalaja-Bundesstaat Himachal Pradesh im Urlaub, blättert den Stapel durch, hustet, reicht dem Mönch die Bilder zurück. "Das tut mir Leid", sagt er mit blassem Gesicht und geht rasch weiter. "Ich bitte um Vergebung, wenn ich Sie erschreckt habe", ruft der Mönch ihm hinterher - und hält die Fotos dem nächsten Passanten hin.

Die Bilder zeigen Leichen, zerschundene, blutige Körper, manche Gesichter bestehen nur noch aus Haut- und Fleischfetzen, bei anderen Toten hängt das Gedärm aus der geplatzten Bauchdecke. Andere Körper weisen nur ein einziges Einschussloch in Stirn oder Brust auf. Diese Bilder haben Flüchtlinge mitgebracht, die vor ein paar Tagen noch rechtzeitig Tibet verlassen konnten, bevor das chinesische Militär jede Stadt, jedes Dorf, in dem es Proteste gegen die Politik Pekings gab, abriegelte und eine Ausgangssperre verhängte. Das Internet funktioniert in ganz Tibet nicht mehr, Telefonverbindungen kommen nur mit Glück zustande.

"Diese Toten sind die Opfer, die das tibetische Volk bringt", sagt der alte Mönch, ... [weiter]

Aufgegeben von TB @ 05:49 PM MEZ [Link]

Süddeutsche Zeitung, 18.3.08: Interview: Edeltraud Rattenhuber

Kelsang Gyaltsen, 56, vertritt als Sondergesandter des Dalai Lama in Genf die Belange der Tibeter in Europa

Kelsang Gyaltsen, 56, vertritt als Sondergesandter des Dalai Lama in Genf die Belange der Tibeter in Europa.

SZ: Der Dalai Lama hat bekräftigt, dass er als Oberhaupt der Tibeter zurücktreten werde, wenn die gewaltsamen Proteste anhielten. Eine Warnung an die Tibeter, sich zurückzuhalten?

Gyaltsen: Der Dalai Lama hat stets betont, dass er zurücktreten werde, wenn eine Mehrheit der Tibeter für eine gewalttätige Vorgehensweise eintritt. Wir werden auch weiterhin auf unsere Leute einwirken, strikt gewaltfrei vorzugehen. Ob das Erfolg hat, hängt aber auch von der Entwicklung in Tibet ab. Wenn die chinesische Regierung weiter so hart vorgeht und die internationale Gemeinschaft weiterhin nur schöne Worte für die Tibeter findet, werden die Frustration und Verbitterung der Tibeter noch zunehmen.

SZ: Was sollte denn die internationale Gemeinschaft tun? Einen Olympia-Boykott hat der Dalai Lama ja abgelehnt.

Gyaltsen: Wir appellieren an die Vereinten Nationen und die Regierungen, umgehend Beobachter nach Tibet zu senden. Denn offensichtlich ist es die Absicht der chinesischen Regierung, Tibet total von der Außenwelt abzuschneiden. Dann hätten die Sicherheitskräfte dort freie Hand. Eine Präsenz der internationalen Gemeinschaft hätte eine mäßigende Wirkung auf Peking. Auch muss sich der UN-Menschenrechtsrat mit den Problemen in Tibet beschäftigen.

SZ: Die chinesische Regierung wirft dem Dalai Lama vor, den Separatismus in Tibet zu schüren.

Gyaltsen: Wir streben nicht nach Unabhängigkeit für Tibet, sondern nach echter Autonomie im Rahmen des chinesischen Staates. Und wir wollen das in direkten Gesprächen mit der chinesischen Regierung erreichen. Das Wichtigste für die internationale Gemeinschaft ist zunächst, ... [weiter]

Aufgegeben von TB @ 03:53 PM MEZ [Link]

Radio Free Asia, www.rfa.org, 18. März 2008

Kathmandu: Wie Radio Free Asia (RFA) berichtet, begannen die Behörden in der tibetischen Hauptstadt im Gefolge der antichinesischen Proteste am Wochenende bei Ablauf des von ihnen den Teilnehmern an Protestmärschen, Demonstrationen und den ausgebrochenen Unruhen gestellten Ultimatums damit,
Hunderte von Menschen zu verhaften. Ein Augenzeuge in Lhasa erklärte, die Bewaffnete Volkspolizei triebe Hunderte von Verdächtigen zusammen, während zuverlässige Quellen in Lhasa von 150 von den städtischen Strafverfolgungsbehörden gegen Flüchtige erlassene Haftbefehle bei Auslauf des Ultimatums sprachen.
Ein anderer Bewohner Lhasas berichtete, daß jetzt die Tibeter aus den Krankenhäusern in die Stadt geschickt würden.
"Das Volkskrankenhaus in Lhasa wurde beschädigt", erzählte er dem Tibetische Nachrichtendienst von RFA. "Die ortsansässigen Tibeter vermuten, daß es von den Chinesen beschädigt wurde, so daß verletzte Tibeter nicht behandelt ... [weiter]

Aufgegeben von TB @ 03:02 PM MEZ [Link]

China attackiert den Dalai Lama wegen der Proteste in Tibet immer schärfer. Das geistige Oberhaupt sei wie ein "Wolf in Mönchskutte". Die Unruhen gehen unvermindert weiter: Berittene Tibeter sollen heute eine Provinzstadt gestürmt haben.

Spektakuläres Video der berittenen Tibeter

Video der berittenen Tibeter starten

Peking - Mehr als tausend Tibeter sollen heute eine entlegene Stadt in der chinesischen Provinz Gansu gestürmt haben. Sie hätten ein Regierungsgebäude angegriffen und die tibetische Flagge gehisst, berichtete der kanadische Fernsehsender CTV am Mittwoch. Die Fernsehbilder zeigten jubelnde Tibeter beim Sturm auf eine ungenannte Stadt in der nordwestchinesischen Provinz, ihre Pferde wirbelten dabei eine Staubwolke auf, einer der Reiter hielt eine riesige Flagge hoch. Dem Bericht zufolge forderten sie die Unabhängigkeit Tibets von der Volksrepublik.

Brennendes Haus in der Provinz Gansu: Proteste auch in anderen Provinzen
Rund hundert schwerbewaffnete Soldaten seien mit Tränengas gegen die Tibeter vorgegangen, als diese das Regierungsgebäude angriffen. In dem TV-Beitrag waren laute Detonationen zu hören. Zugleich waren zahlreiche tibetische Männer und Frauen zu sehen, die in Panik flüchteten. Einige von ihnen bedeckten offenbar wegen des Tränengases ihren Mund.

Ein Mann blutete heftig aus einer Kopfwunde, er berichtete einem CTV-Reporter, dass er geschlagen worden sei. Zu sehen war auch, wie eine Gruppe von Menschen die chinesische Flagge von einem Schulgebäude herunterholte und stattdessen die Fahne Tibets hisste. Dem CTV-Reporter zufolge ereigneten sich ähnliche Szenen auch in anderen chinesischen Städten.

Nach den Unruhen in Tibet sollen sich nach chinesischer Darstellung 105 Aktivisten der Polizei ergeben haben. Diese hätten sich an gewaltsamen Ausschreitungen beteiligt, geplündert oder Gebäude in Brand gesetzt, hieß es in einer Meldung der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua. Gegen diese Tibeter werde jetzt juristisch vorgegangen.

Die chinesische Führung attackiert den Dalai Lama immer schärfer: "Der Dalai Lama ist ein Wolf in Mönchskutte, ein Teufel mit dem Gesicht eines Menschen, aber mit dem Herzen einer Bestie", sagte der Sekretär der Kommunistischen Partei in Tibet, Zhang Qingli über das geistliche Oberhaupt der Tibeter. "Wir befinden uns jetzt in einer heftigen Blut-und-Feuer-Schlacht mit der Clique des Dalai Lama, einem Kampf auf Leben und Tod zwischen uns und dem Feind", sagte Zhang laut einem Zeitungsbericht.

Neuester: Heute 13:26 Uhr
von RagnarLodbrok
Der frühere tibetische Gouverneur Raidi äußerte sich ähnlich: Die "Gewaltverbrechen der Dalai-Lama-Clique" sollten nur dazu dienen, die soziale Stabilität zu einem kritischen Zeitpunkt zu stören. Der Dalai Lama selbst rief die Tibeter dazu auf, gewaltfrei zu bleiben. Zugleich drohte er mit seinem Rückzug aus der tibetischen Exilregierung, falls es zu einer gewaltsamen Eskalation der Proteste kommen sollte.

Die chinesische Führung kritisierte auch die Tibet-Berichterstattung ausländischer Medien. Exgouverneur Raidi sagte laut Xinhua, einige westliche Publikationen hätten absichtlich die Tatsachen verdreht und "schwere Straftaten als eine friedliche Demonstration dargestellt". Die "legitimen Bemühungen zur Aufrechterhaltung der sozialen Stabilität" seien hingegen als gewaltsame Niederschlagung bezeichnet worden.

Ausländische Journalisten wurden weiter daran gehindert, über die Lage in Tibet zu berichten. Der Club der Auslandspresse in China (FCCC) teilte mit, er habe 30 Verhaftungen und Reiseverweigerungen registriert. Auch Fotografen der Nachrichtenagentur AP sowie ein Reporter und Kameramann des Fernsehnachrichtendienstes APTN wurden festgenommen.

als/AFP/AP

Aufgegeben von TB @ 12:48 PM MEZ [Link]

Tuesday, 18. March 2008

Hier sind die gestrigen Schreckensmeldungen des TCHRD, heute gibt es bereits
neue (die Zahl der Opfer betrage bereits über eintausend, heißt es aus Exilkreisen).
Letzten Meldungen zufolge droht der Dalai Lama mit Rücktritt, falls die Gewalt
kein Ende nehme. Vereinzelte Bilder der Geschehnisse gibt es bei www.phayul.com

Tibetan Centre for Human Rights and Democracy (TCHRD)

Pressemitteilung, 17. März 2008

Das TCHRD erhielt Bilder von Leichen tibetischer Demonstranten und der Niederschlagung des Protestes in Ngaba durch die chinesischen Sicherheitskräfte, siehe http://www.tchrd.org/press/2008/pr20080317c.html

Online-Appell bei Avaaz: Sign the Petition!


Tibetische Studenten demonstrieren in der Stadt Tsoe

17. März 2008, 9:00 Uhr (Beijing Time) - Nach bestätigten Informationen, die das Tibetan Centre for Human Rights and Democracy (TCHRD) erhalten hat, haben die tibetischen Studenten des Tibetan Medical College, der Pädagogischen Hochschule für Lehrerausbildung und anderer Colleges in der Stadt Tsoe, Präfektur Kanlho (chin. Gannan), Gansu Provinz, auf dem Gelände ihrer zugehörigen Universität in offenkundiger Opposition gegen die chinesische Herrschaft in Tibet protestiert. Die Proteste auf den Campus fanden spontan nahezu zur gleichen Zeit am Morgen des 17. März 2008 statt.

Nur einen Moment nach dem Ausbruch der Proteste erschien die paramilitärischen Sicherheitskräfte der People's Armed Police (PAP) am Schauplatz und verhinderten die Fortführung der Demonstration. Sie sperrten das Campusgelände ab und kesselten die protestierenden Studenten ein. Die zuletzt eingehenden Berichte sprechen von einer sehr angespannten Lage. Vergleichbare Proteste gab es ebenfalls an der North Western Nationality Universität in Lanzhou, der Hauptstadt der Provinz Gansu im nordöstlichen Tibet.

In einem vergleichbaren Fall vom 16. März 2008 nahmen während der morgendlichen Schulstunden unvermittelt um die 100 tibetische Schüler der Natioanlen Marthang Mittelschule aus dem Bezirk Marthang (ch: Hongyuan xian), TAP Ngaba (Chin. Aba), Provinz Sichuan, an einer spontanen Demonstration auf dem Schulgelände teil, die Rückkehr des Dalai Lama nach Tibet fordernd.

Die Protestbewegung in Tibet verändert graduell ihre Zusammensetzung durch die Mitwirkung gebildeter Gruppen wie Universitätsstudenten und auch Mittelschüler. Diese Entwicklung ist bedeutsam, da sie den gebildeten Teil der Gesellschaft repräsentieren. Es zeigt, daß auch der gebildete Teil der tibetischen
Gesellschaft seine Stimme erhebt und seine Abneigung gegen die chinesische Regierung deutlich macht.


Neue Demonstration in Amdo Mangra ausgebrochen TCHRD, 17. März 2008 [weiter]

Aufgegeben von TB @ 01:48 PM MEZ [Link]

Tagesanzeiger.ch, 18. März 2008, – Von Peter Aeschlimann
Dominik Kelsang Erne verzichtet auf Olympia

Unter den rund 1000 Demonstranten, die in Lausanne vor dem Sitz des Internationalen Olympischen Komitees gegen die Gewalteskalation in Tibet protestierten, befand sich auch der Oerliker Dominik Kelsang Erne. Der 27-jährige Tischtennisspieler vom TTC Young Stars gehört dem Team Tibet an, einer Gruppe von 30 Sportlern mit tibetischen Wurzeln, die im Dezember letzten Jahres beim IOK ihren Wunsch zur Teilnahme in Peking deponiert hatte.

Gestern zog die Gruppe das Anliegen nun offiziell zurück. Grund sei die jüngste Entwicklung in Tibet, sagt ein enttäuschter Dominik Erne: «So macht eine Teilnahme keinen Sinn. Wir wollen doch nicht in China Sport treiben, wenn dort zeitgleich Landsleute getötet werden.» Der Verzicht sei am Montag von der Gruppe einstimmig beschlossen worden.

Reelle Chancen auf eine Teilnahme Tibets habe man sich zwar nie ausgerechnet, gehofft habe man indes schon. Schliesslich treten auch je eine Team aus Taiwan und Palästina an, zweier ebenfalls international nicht anerkannter Staaten. «Und ich hoffe weiter», sagt Erne. Zurzeit natürlich am meisten, dass sich die Situation in Tibet entspannt und die Gewalt endlich aufhört. Dann, mit einem Blick in die Zukunft, «dass ich mit dem Team Tibet in London 2012 dabei sein kann».


“Team Tibet” Withdraws Application for Beijing Olympics to Protest Killings in Tibet

March 18, 2008
Calls on Olympic Committee to Cancel Torch Relay Stops in Tibet

Lausanne - The National Olympic Committee Tibet withdrew its request to the International Olympic Committee (IOC) today for a Tibetan team to participate in the Beijing Olympics. The Tibetan athletes demanded that the IOC immediately remove all Olympic Torch Relay stops in Tibet, including Tibetan areas now in Chinese provinces. The relay, which begins in Greece in one week, is set to run through Lhasa and other Tibetan cities, as well as up Mount Everest. It is seen by Tibetans as a blatant attempt by the Chinese government to use the Olympics to stake their claim on Tibet and, ... [weiter]

Aufgegeben von TB @ 12:02 PM MEZ [Link]

Tibeter skandieren vor IOC Hauptsitz

IOC Lausanne Dez. '06: Schon damals taub, blind und stumm und für Menschenrechte nicht zuständig

Lausanne, 18. März 2008: Medienmitteilung

Während die chinesische Unterdrückung in Tibet zunehmend blutiger wird, fordern 150 Tibetorganisationen in einem Brief das IOC dringend auf, das Töten in Tibet aufs Schärfste zu verurteilen und Tibet von der Route des Olympischen Fackellaufes zu streichen. Der Fackellauf, welcher in einer Woche beginnt, soll durch Lhasa und andere tibetische Städte, sowie auf den tibetischen Mount Everest führen. China missbraucht damit den Fackellauf um seinen Herrschaftsanspruch über Tibet zu untermauern.

"Unter der laufenden Krise in Tibet wird der Fackellauf sowohl die Spannungen gefährlich verschärfen als auch das IOC zum Verbündeten der chinesischen Repressionspolitik in Tibet machen," sagte Freya Putt vom International Tibet Support Network. "Um die Glaubwürdigkeit der Olympischen Spiele zu retten, muss das IOC unverzüglich Tibet von der vorgesehenen Fackellaufroute streichen." Die Organisationen werfen dem IOC zudem vor, durch sein Stillschweigen China in seinem gewaltsamen Vorgehen in Tibet zu bestärken.

Im Brief der Tibetorganisationen ans IOC ist zu lesen: "... die Olympische Charta hält fest, dass es das Ziel der Olympischen Bewegung ist, den Sport in den Dienst einer harmonischen Entwicklung der Menschen zu stellen (... ) eine friedliche Gemeinschaft zu fördern und dem Erhalt der menschlichen Würde Sorge zu tragen." Die gegenwärtige massive Anwendung von Gewalt gegenüber friedlichen Demonstranten in Tibet durch chinesischen Behörden... [weiter]

Aufgegeben von TB @ 12:02 PM MEZ [Link]

Der Dalai Lama hat mit seinem Rücktritt als Leiter der tibetischen Exilregierung gedroht, sollten die gewaltsamen Proteste von Tibetern außer Kontrolle geraten. In diesem Fall sei seine einzige Möglichkeit, auf das Amt zu verzichten, sagte das geistliche Oberhaupt der Tibeter im indischen Exil in Dharmsala und rief seine Landsleute zu Zurückhaltung auf.

"Er wird immer der Dalai Lama bleiben"
Ein ranghoher Berater präzisierte wenig später die Äußerungen des Dalai Lamas. "Sollten die Tibeter den Weg der Gewalt wählen, müsste er zurücktreten, denn er ist völlig der Gewaltfreiheit verpflichtet", erklärte Tenzin Tahkla. "Er würde als politischer Führer und Staatsoberhaupt zurücktreten, aber nicht als der Dalai Lama. Er wird immer der Dalai Lama bleiben."

Dalai Lama (Foto: Getty Images)

Pressemitteilung S.H. des Dalai Lama vom 18. März 2008

Press Release

I would like to take this opportunity to express my deep gratitude to world leaders and the international community for their concern over the recent sad turn of events in Tibet and for their attempts to persuade the Chinese authorities to exercise restraint in dealing with the demonstrations.

Since the Chinese Government has accused me of orchestrating these protests in Tibet, I call for a thorough investigation by a respected body, which should include Chinese representatives, to look into these allegations. Such a body would need to visit Tibet, the traditional Tibetan areas outside the
Tibet Autonomous Region, and also the Central Tibetan Administration here in India. In order for the international community, and especially the more than one billion Chinese people who do not have access to uncensored information, to find out what is really going on in Tibet, it would be of
tremendously helpful if representatives of the international media also undertook such investigations.

Whether it was intended or not, I believe that a form of cultural genocide has taken place in Tibet, where the Tibetan identity has been under constant attack. Tibetans have been reduced to an insignificant minority in their own land as a result of the huge transfer of non-Tibetans into Tibet. The
distinctive Tibetan cultural heritage with its characteristic language, customs and traditions is fading away. Instead of working to unify its nationalities, the Chinese government discriminates against these minority nationalities, the Tibetans among them.

It is common knowledge that Tibetan monasteries, which constitute our principal seats of learning, besides being the repository of Tibetan Buddhist culture, have been severely reduced in both in number and population. In those monasteries that do still exist, serious study of Tibetan Buddhism is no longer allowed; in fact, even admission to these centres of learning is being strictly regulated. In reality, there is no religious freedom in Tibet. Even to call for a little more freedom is to risk being labeled a separatist. Nor is there any real autonomy in Tibet, even though these basic freedoms are guaranteed by the Chinese constitution.

I believe the demonstrations and protests taking place in Tibet are a spontaneous outburst of public resentment built up by years of repression in defiance of authorities that are oblivious to the sentiments of the local populace. They mistakenly believe that further repressive measures are the
way to achieve their declared aim of long term unity and stability.

On our part, we remain committed to taking the Middle Way approach and pursuing a process of dialogue in order to find a mutually beneficial solution to the Tibetan issue.

With these points in mind, I also seek the international community's support for our efforts to resolve Tibet's problems through dialogue, and I urge them to call upon the Chinese leadership to exercise the utmost restraint in dealing with the current disturbed situation and to treat those who are being arrested properly and fairly.

DALAI LAMA Dharamsala 18 March, 2008 [weiter]

Aufgegeben von TB @ 10:34 AM MEZ [Link]

taz, 17.3.08: Kommentar von Swen Hansen
Chinas offizielle Reaktionen auf die Proteste in Tibet stehen in krassem Kontrast zu dem Image, das Peking so gern vom modernen China vermittelt und bei den Olympischen Spielen der Welt zeigen möchte. Bei näherem Blick wird deutlich, dass dieser Kontrast nicht nur Pekings Problem in Tibet ist, sondern das Grundproblem seines politischen Systems beschreibt... [weiter]

Aufgegeben von TB @ 09:58 AM MEZ [Link]

Tagesschau, ARD, 17.3.08, von Petra Aldenrath, ARD-Hörfunkstudio Peking: Unruhen in Tibet: Wen gibt Dalai Lama die Schuld.

Nach den Unruhen in Tibet hat China ein massives Sicherheitsaufgebot mobilisiert, um weitere Ausschreitungen zu verhindern. Einen unabhängigen Untersuchungsausschuss lehnt Peking ab. Ausländische Journalisten bekommen kein Visum mehr. Der chinesische Ministerpräsident Wen erhob zum Abschluss des Volkskongresses in Peking erneut den Vorwurf, der Dalai Lama und "seine Clique" hätten die Proteste der Tibeter organisiert. Wenn dieser auf eine Unabhängigkeit Tibets verzichte, sei ein Dialog möglich... [weiter]

Aufgegeben von TB @ 09:49 AM MEZ [Link]

taz, 17.3.08, Taz-Reporterin Kristin Kupfer aus Lhasa
Tag drei nach den Protesten gegen die chinesische Fremdherrschaft: Während die Bewohner sich um Normalität bemühen, veranstalten Militärpolizisten Razzien.

LHASA taz Eine alte Tibeterin in purpurner Tracht schaut den jungen Militärpolizisten fassungslos an. Sie hat Tränen in den Augen. "Warum können wir nicht zu unserem Tempel", murmelt sie, "ich verstehe nichts mehr." Mit einem kleinen weißen Hund an der Leine und auf einen Stock gestützt humpelt sie... [weiter]

Aufgegeben von TB @ 09:35 AM MEZ [Link]

Monday, 17. March 2008

Nach den blutigen Unruhen in Tibet hofft das Internationale Olympische Komitee (IOC) auf eine friedliche Lösung des Konflikts und die Einbehaltung der Route des Fackellaufes vor den Sommerspielen in Peking. "Das IOC ruft zu einer friedlichen Lösung nach den Ereignissen in den vergangenen Tagen auf", heißt es in einem IOC-Statement. IOC-Präsident Jacques Rogge erklärte zudem, dass es bislang von keiner Regierung eine Boykott-Forderung gegeben habe.

Die Olympische Flamme sei ein starkes Symbol, das die Menschen dieser Welt dazu bringen kann, ihre Differenzen zu überwinden. "Das IOC hofft, dass die Fackel ihre Route wie vorgesehen bewältigen kann", so der Wortlaut. Geplant ist der Aufstieg der Fackel hinauf auf den Mount Everest, dem über 8850m hohen Dach der Welt im Himalaya-Gebirge.

Bei den Aufständen in der vergangenen Woche in der zu China gehörenden autonomen Region Tibet soll es nach Angaben der tibetischen Exil-Regierung in Dharamsala/Indien rund 80 Tote gegeben haben, während die Chinesen davon sprachen, dass Aufständische 13 "unschuldige Zivilisten" ermordet hätten.
(Sport-Informations-Dienst, Neuss)

Aufgegeben von TB @ 11:28 PM MEZ [Link]

CNN-Videos: Chin. Premier an Pressekonferenz, S.H. der Dalai Lama und Tibetische Aktivitäten im Exil

AP - 18.03.08

New York (AP) UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat die chinesischen Behörden zu Zurückhaltung in Tibet aufgefordert. Er sei zunehmend besorgt wegen der Spannungen und der Berichte über Gewalt, sagte Ban am Montag in New York. In Tibet müsse eine friedliche Lösung gefunden werden.

Grund für ein Einschreiten der Vereinten Nationen sieht der Generalsekretär derzeit nicht. Die UN würden die Lage in Tibet kontinuierlich beobachten, erklärte er. Der Dalai Lama hat China am Wochenende «kulturellen Völkermord» vorgeworfen und eine unabhängige Untersuchung der Ereignisse in seiner Heimat durch eine internationale Organisation gefordert.

China hat den Demonstranten in Tibet ein Ultimatum bis Mitternacht gesetzt. Wer sich bis dahin nicht ergebe, müsse mit harten Strafen rechnen, hieß es. Nach offiziellen Angaben Pekings wurden bei dem antichinesischen Aufstand seit Freitag 16 Menschen getötet. Exil-Tibeter sprechen von bis zu 80 Todesopfern. Sie befürchten, dass es nach dem Ablauf des Ultimatums zu einer Militäroffensive kommt.


Barack Obama’s Statement on Tibet March 14, 2008

“I am deeply disturbed by reports of a crackdown and arrests ordered by Chinese authorities in the wake of peaceful protests by Tibetan Buddhist monks. I condemn the use of violence to put down peaceful protests, and call on the Chinese government to respect the basic human rights... [weiter]

Aufgegeben von TB @ 11:28 PM MEZ [Link]

Department of Information and International Relations (DIIR), Central Tibetan Administration, Dharamsala
www.tibet.net, 17. März 2008

Seit dem 10. März kamen zu stets an Zahl und Intensität wachsenden Demonstrationen in diversen Teilen Tibets (innerhalb und außerhalb der TAR), die mit extremer Brutalität niedergeschlagen wurden.

Die Lage in Tibet ist äußerst ernst. Das Ultimatum der chinesischen Regierung läuft heute um Mitternacht aus. Daher sind wir äußerst besorgt, daß es danach zu einem Massaker unvorstellbaren Ausmaßen an Tibetern kommen wird.

Die Tibetische Regierung-im-Exil appelliert dringend an die internationale Gemeinschaft, darunter die Vereinten Nationen, Regierungen weltweit, Parlamente, Menschenrechts- und Tibet-Unterstützergruppen, die chinesische Führung aufzufordern, sofort die Repression einzuste