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tibetfocus Archiv: April 2008

Wednesday, 30. April 2008

(sda) Rund 140 Personen haben am Dienstag vor dem Sitz des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) in Lausanne gegen die chinesische Tibet-Politik demonstriert. Sie forderten einen
Verzicht auf den olympischen Fackellauf durch Tibet.

Tibet-Demo vor IOC Lausanne

Die Demonstranten, darunter viele Tibeterinnen und Tibeter, seien friedlich vom Bahnhof zum IOC-Sitz am See marschiert, sagte die Stadtpolizei auf Anfrage. Unter den Demo-Teilnehmern befand sich auch der Waadtländer Ständerat Luc Recordon (Grüne). Lausanne war nach Zermatt (am Freitag) und Bern (am Samstag) die letzte Schweizer Etappe der "tibetischen Fackel für die Freiheit"... [weiter]

Aufgegeben von TB @ 11:59 AM MEZ [Link] [Kein Kommentar]

Zeigen wir der Welt, dass wir nicht einverstanden sind mit dem brutalen Vorgehen der chinesischen Regierung in Tibet. Wir zeigen den Tibetern: "Ihr seid nicht alleine und wir vergessen euch nicht!" Wir sagen "NEIN" zu Menschenrechtsverletzungen. Hier der praktische Weg: AKTIV WERDEN FÜR TIBET!
Hier VERANSTALTUNGEN zu Tibet

MAHNWACHEN in
* BASEL: Jeden Mittwoch ab 18.00 Uhr auf dem Barfüsserplatz, GSTF-Sektion NWS / TSC Basel.
* ZÜRICH: Jeden Mittwoch, 30. April und 7. Mai 2008 von 14.00 - 17.00 h vor dem Generalkonsulat der Volksrepublik China, Bellariastrasse 20, 8002 Zürich. 10 Personen erlaubt: Anmeldung bei A. + C. Niederer 052 363 30 41 oder Andy 076 502 15 40, Chockyi 078 733 09 06
* BERN: Donnerstag, 8. Mai von 20.00 - 21.00 Uhr auf dem Helvetiaplatzplatz, GSTF-Sektion Bern.

MENSCHENRECHTSMARSCH von IMMENSEE nach LUZERN am 03. Mai mit tibetischen Mönchen.

Dalai Lama auf gewaltlosem Weg

SPENDENAUFRUF für TIBET:
Um die notwendige Organisation in der heutigen dramatischen Lage aufrecht erhalten zu können, brauchen die Tibet-Organisationen DRINGEND Ihre finanzielle Unterstützung. Die Koordinationsarbeit und Durchführung aller Aktionen ist auch finanziell sehr aufwändig! SPENDEN für TIBET. Bitte vermerken Sie auf Ihrer Spende "SOLIDARITÄT"

Nachdem sich das IOC für den Fackellauf durch Tibet ausgesprochen hat, braucht es entschiedene Schritte:
Fax an Jaques Rogge mit dem Aufruf: Keine Olympische Fackel durch Tibet! Hier die online-Aktion dazu: no torch

Website des 'Tibetan Solidarity Committee' in Dharamsala www.stoptibetcrisis.net

Zusätzliche DETAILINFORMATIONEN zu einzelnen Veranstaltungen finden Sie in der Agenda.

Dalai Lama spricht Gebete, Bild Keystone
BETEN für Tibet: Gebete hören oder nachsprechen (weltweit werden diese Gebete an Solidaritätskundgebungen gesprochen)
- Tschenresig (MP3-Datei)
- Dolma (MP3-Datei)
- Tadrin (MP3-Datei)
- Phurpha (MP3-Datei)
- Gebet 'Worte der Wahrheit' (Video-Datei mit Ton und Text)
- Gebetstexte (Tibetisch) als pdf-Dokument zum Ausdrucken

Tibetische Nationalflagge PETITIONEN und Anfragen starten unter AKTIV WERDEN FÜR TIBET mit Petitionsbögen, Links, Briefvorlagen, etc.

Die Avaaz-Petition wurde mit 1,6 Mio Unterschriften in diversen Städten der Welt an Regierungsstellen übergeben. Bilder hier!

AKTIV WERDEN FÜR TIBET mit einem E-Mail an die UN-Menschenrechtskommissarin Louise Arbour.
Der UN-Menschenrechtsrat fährt fort Tibet zu ignorieren. Schreiben Sie an die UN-Menschenrechtskommissarin Louise Arbour und fordern Sie, umgehend eine Erkundungsdelegation in alle von Tibetern bewohnten Gebiete zu entsenden!
Louise Arbours E-Mail Adresse oder Louise Arbours 2. E-Mail Adresse

TV-Tipps zu TIBET: Umfassende Liste von www.namse.ch

BRIEFE schreiben an das Internationale Olympische Komitee IOC Lausanne, Präsident Jacques Rogge :
Fordern Sie Jacques Rogge, Präsident des Internationalen Olympischen Komitees auf, in Anbetracht der Toten in Tibet unmissverständliche Forderungen an China zu stellen.

Tibetische Nationalflagge
Tibetische NATIONALHYMNE Ton und Text Deutsche Übersetzung

BRIEFVORLAGEN D + E + F unter AKTIV WERDEN FÜR TIBET

Oder ein BEISPIEL nehmen an der Klasse 4Pa der Sekundarschule Reigoldswil, die einen besorgten Brief mit 240 Unterschriften an die chinesische Botschaft in Bern sandte! (s. unter "weiter")

LESERBRIEFE schreiben in der Lokalpresse: [weiter]

Aufgegeben von TB @ 11:21 AM MEZ [Link] [Kein Kommentar]

29. April 2008: Mitteilung des Direktors des Tibetischen Flüchtlingszentrums in Dharamsala

Im Augenblick befinden sich nur 17 Neuankömmlinge in unserem Zentrum, die meisten davon sind alt und gebrechlich. Seit dem 10. März kamen keine neuen Flüchtlinge mehr aus Tibet, und zwar aus folgenden Gründen:

1) Die chinesische Regierung hat entlang der Grenze von Nepal zu Tibet eine große Zahl von Soldaten stationiert und sogar nach Nepal entsandt, um die Grenzübergänge unpassierbar zu machen und die Grenze auf etwaige Flüchtlinge genau zu überwachen.

2) In Tibet selbst darf sich kein Tibeter von einem Ort zum anderen bewegen.

3) Die chinesischen Behörden nehmen häufig Kontrollen in den tibetischen Häusern und Wohnungen vor, um zu überprüfen, ob noch alle Mitglieder eines Haushaltes anwesend sind.

Die Situation in Tibet ist äußerst kritisch, den spärlichen Informationen zufolge, die uns zugehen, hat die chinesische Regierung die Klöster von der Nahrungs- und Wasserversorgung abgeschnitten und alle Klöster mit bewaffneten Sicherheitskräften und Panzern umstellt. Außerdem werden die Mönche von der chinesischen Polizei brutal gefoltert.

Jene Tibeter, die festgenommen wurden, weil sie friedlich gegen die chinesische Herrschaft demonstriert hatten, wurden weit weg in Richtung der chinesischen Grenze verschleppt und in einer ehemaligen Ziegelgrube zusammengepfercht, wo der Platz so beengt ist, daß sie nicht einmal sitzen können. Anfänglich erhielten sie versalzene Reissuppe, woraufhin sie sehr durstig wurden. Danach bekamen sie gar nichts mehr zu essen und zu trinken, und die Aufseher erklärten den tibetischen Gefangenen, sie sollten doch sterben, wenn sie es wollten. Viele gehen zugrunde ohne Wasser und Nahrung, und manche trinken aus Durst ihren eigenen Urin.

Eine andere Gruppe von Gefangenen ist in einer entlegenen Wüstengegend inhaftiert. Dies ist eine sehr tragische Zeit für unser Tibet. Möge Gott ihnen beistehen.

Aufgegeben von TB @ 11:18 AM MEZ [Link] [Kein Kommentar]

Tuesday, 29. April 2008

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.4.08:
In ersten Prozessen nach den gewalttätigen Ausschreitungen in Lhasa sind 17 Angeklagte zu Strafen zwischen drei Jahren und lebenslanger Haft verurteilt worden. Die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, das Mittlere Volksgericht in der tibetischen Hauptstadt habe die Urteile am Dienstag gefällt.
Ein Mönch und ein Fahrer müssten demnach lebenslang ins Gefängnis. So habe der Mönch zehn andere Unruhestifter, darunter fünf weitere Mönche, zu Brandstiftung, Raub und Angriffen auf Ämter und Polizisten angeleitet. Zwei der beteiligten fünf Mönche seien zu 20 Jahren ... [weiter]

Aufgegeben von TB @ 09:04 PM MEZ [Link] [Kein Kommentar]

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.4.08:
In ersten Prozessen nach den gewalttätigen Ausschreitungen in Lhasa sind 17 Angeklagte zu Strafen zwischen drei Jahren und lebenslanger Haft verurteilt worden. Die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, das Mittlere Volksgericht in der tibetischen Hauptstadt habe die Urteile am Dienstag gefällt.
Ein Mönch und ein Fahrer müssten demnach lebenslang ins Gefängnis. So habe der Mönch zehn andere Unruhestifter, darunter fünf weitere Mönche, zu Brandstiftung, Raub und Angriffen auf Ämter und Polizisten angeleitet. Zwei der beteiligten fünf Mönche seien zu 20 Jahren ... [weiter]

Aufgegeben von TB @ 09:04 PM MEZ [Link] [Kein Kommentar]

Tibetisches Solidaritätskomitee: Pressemitteilung, 28. April 2008

Nach Berichten der internationalen Medien hat die chinesische Regierung kurz nach dem Beschluß, das Olympische Feuer auf die Spitze des Mount Everest zu tragen, Vertreter internationaler Medien zur Besichtigung dorthin gebracht und da traf auch schon die zweite Olympische Fackel am
Mount Everest Base Camp ein.
Die Behörden in Tibet haben der Bevölkerung entlang der Route des Fackellaufs enorme Einschränkungen auferlegt. Nach der Stationierung beträchtlicher Armeeeinheiten wurden viele Tibeter verhaftet. Zusätzlich wurde jeder tibetische Haushalt gezwungen, die chinesische Fahne auf dem Dach anzubringen. Die Chinesen haben ein paar Tibeter ausgewählt, die mit den internationalen Medienvertretern als Sprecher der Tibeter reden durften, und dieser Personenkreis wurde geschult, was
gesagt werden darf und was nicht.
Wie bereits vorher in unserer Pressemitteilung deutlich zum Ausdruck kam, wurden bei der brutalen und gewaltsamen Unterdrückung der friedlichen Demonstrationen der Tibeter viele von ihnen getötet und
verhaftet. Sollte die Olympische Fackel nun durch Tibet getragen werden, dann stellt dies zweifellos eine ungeheure Kränkung und Peking-Logo, angepasst an die aktuelle Situation ... [weiter]

Aufgegeben von TB @ 11:51 AM MEZ [Link] [Kein Kommentar]

Monday, 28. April 2008

S.H. der Dalai Lama in Basel: 12. - 14. Oktober 2008 www.dalailama2008.ch

Aufgegeben von TB @ 07:32 PM MEZ [Link] [Kein Kommentar]

Sunday, 27. April 2008

tibetfocus web-shop
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Mit Ihrem Einkauf im tibetfocus web-shop können Sie die GSTF ganz direkt unterstützen und dann durch den Einsatz z.B. einer Tibetfahne oder von Gebetsfähnchen Ihre Solidarität mit Tibet zeigen. Sie finden auch eine interessante Auswahl an Büchern zu Tibet. Wir bieten unseren Migliedern und allen weiteren Interessierten diesen Service an. Ihr Besuch im tibetfocus web-shop hilft Tibet und freut uns deshalb sehr!

Die NEUEN, sehr beliebten FREE TIBET-Schals sind erhältlich! Schauen Sie rein. [weiter]

Aufgegeben von TB @ 11:58 PM MEZ [Link] [Kein Kommentar]

Saturday, 26. April 2008

Bundeshaus (51k image) GSTF-Stand1 (58k image)

Eine Teilnehmerin ist beeindruckt: "Ein wirklich sonniger Solidaritätstag gestern auf dem Bundesplatz in Bern. Viele eindrückliche, besinnliche und wunderbare Momente und Begegnungen, mit Nachklang. Das Anliegen dieser grossen Versammlung war mir immer wieder bewusst, trotz der (ebenso wichtigen) Fröhlichkeit der ich begegnet bin. Und ich hoffe aus tiefstem Herzen, dass all die Ungerechtigkeit am tibetischen Volk ein Ende nimmt. Es ist höchste Zeit."

Die Solidaritätsveranstaltung auf Video

Video von Tsering Phurtag und andere Musikeinlagen an der Kundgebung für Tibet

Medienmitteilung: "Der Bundesrat muss jetzt Klartext reden" und Rede der GSTF-Präsidentin: "Solidarität zeigen! Und dann?" [weiter]

Aufgegeben von TB @ 09:05 AM MEZ [Link] [4 Kommentare]

Friday, 25. April 2008

Süddeutsche Zeitung, 25.4.08:
Nach Treffen von Kommissionspräsident José Manuel Barroso mit Regierungschef Wen Jiabao in Peking:

Die chinesische Regierung will nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua in den nächsten Tagen einen Vertreter des Dalai Lama treffen. Damit würde China einen Kurswechsel im Tibet-Konflikt einleiten.
Gut drei Monate vor den Olympischen Spielen hat China einen Dialog mit dem Dalai Lama angekündigt. Die Regierung werde in den kommenden Tagen Kontakt mit Vertretern des geistlichen Oberhaupts der Tibeter aufnehmen, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Freitag unter Berufung auf einen nicht namentlich genannten Regierungsvertreter.
Der Dalai Lama hat das Gesprächsangebot der chinesischen Regierung begrüßt, sagte Tenzin Takla, ein Sprecher des Dalai Lama, am Freitag in Neu Delhi. Dies sei „ein Schritt in die richtige Richtung“, weil nur direkte ... [weiter]

Aufgegeben von TB @ 04:27 PM MEZ [Link] [Kein Kommentar]

taz, 25.4.08, VON GEORG BLUME: Die chinesische Regierung kündigt baldige Gespräche mit dem Dalai Lama an. Doch offenbar ist dieser unerwartete Kurswechsel auch innerhalb der chinesischen Führung umstritten.
Auf einen "Kampf auf Leben und Tod mit der Dalai-Lama-Clique" hatte die Provinzregierung der Autonomen Region Tibet zuletzt ihre Bürger eingeschworen. Doch nun gibt es neue Order aus Peking. Schon in den nächsten Tagen werden Beamte ...

taz, 25.4.08 KOMMENTAR VON SVEN HANSEN: Nur Reden reicht nicht

Peking spricht mit der "Dalai Clique". Und das IOC kann aufatmen.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) und die Sponsoren der Olympischen Spiele in Peking können aufatmen: Am Freitag hat Chinas amtliche Nachrichtenagentur Xinhua Gespräche der Regierung mit Vertretern des Oberhaupts der tibetischen Buddhisten angekündigt. Sie sollten "in Kürze" stattfinden. Dies ist ein Schritt in die richtige Richtung. Viele Regierungen und Institutionen hatten Peking in den letzten Wochen zum Dialog mit dem Dalai Lama aufgefordert. Lange schien es, als könne Peking es sich gerade in dieser wichtigen Zeit vor den prestigeträchtigen Spielen nicht leisten, dem Druck ...
Vollständige Berichte: [weiter]

Aufgegeben von TB @ 04:20 PM MEZ [Link] [Kein Kommentar]

Thursday, 24. April 2008

Tibetan Solidarity Committee, www.stoptibetcrisis.net, Pressemitteilung, 19. April 2008

Etwa 40 Lastwagen mit Angehörigen der chinesischen Polizei und der Armee fuhren am 18. April gegen 3 Uhr Ortszeit in den Norden von Lhasa, wo sich das Kloster Sera befindet. Nach Angaben aus verläßlichen Quellen gingen Polizei und Armee im Wohntrakt der Mönche von Sera von Tür zu Tür und
verhafteten die Bewohner. Bei Mönchen, die sich weigerten, dem Befehl zum Öffnen der Tür nachzukommen, wurden Fenster und Türen gewaltsam aufgebrochen und die Mönche festgenommen. Schätzungsweise ... [weiter]

Aufgegeben von TB @ 08:52 PM MEZ [Link] [Kein Kommentar]

Wednesday, 23. April 2008

20minuten, 22.04.08; 23:14 von Patrick Marbach
Die tibetische Friedensfackel geht um die ganze Welt – nur durch Bern darf sie nicht getragen werden.
Tausende von Tibet-Sympathisanten sowie prominente Redner und Künstler wollen sich am Samstag zu einer Grossdemo auf dem Bundesplatz versammeln.

Tibetische Freiheitsfackel in Olympia

«Als Höhepunkt und eigentlicher Anlass für die Kundgebung war der Einlauf von tibetischen Athleten mit der Freiheitsfackel vorgesehen», erklärt Koordinatorin Daniela Lehmann...
[weiter]

Aufgegeben von TB @ 08:19 AM MEZ [Link]

Tuesday, 22. April 2008

Pressemitteilung, 18. April 2008: Ehemaliger Leiter des Klosters Rong Gonchen in kritischem Zustand

Die chinesischen Behörden haben nach dem gestrigen Protest zu beispiellosen Unterdrückungsmaßnahmen im Kloster Rong Gonchen im Bezirk Rebkong (chin. Tongren Xian) gegriffen, so verlauten bestätigte Informationen, die das Tibetische Zentrum für Menschenrechte und Demokratie (TCHRD) erhielt.
Das Rong Gonchen Kloster ist ein bedeutendes tibetisch-buddhistisches Kloster im Bezirk Rebkong (chin. Tongren Xian), TAP Malho (chin. Huangnan), Provinz Qinghai.
Nach den friedlichen Protesten von einer Gruppe von 22 Mönchen aus Rong Gonchen auf dem Markt im Bezirk Rebkong am 17. April und der Festnahme von mehr als einhundert Demonstranten am selben Nachmittag, war die Situation nach der Niederschlagung des Protests durch die chinesischen Sicherheitskräfte gespannt und unberechenbar.
Gemäß der jüngsten Entwicklung der Lage im Kloster Rong Gonchen in Rebkong, erlauben die chinesischen Behörden niemandem Zugang ... [weiter]

Aufgegeben von TB @ 10:59 AM MEZ [Link]

18. April 2008, Presseerklärung des Kalon Tripa* Prof. Samdhong Rinpoche zur Situation in Tibet

Seit dem 10. März 2008 hat es weit verbreitete Proteste in allen Gebieten von U-Tsang, Kham und Amdo gegeben, sowie in verschiedenen Städten in China, in denen Tibeter leben. Diese Proteste sind ein Ausbruch der seit fünf Jahrzehnten in den Herzen des tibetischen Volkes entstandenen
Unzufriedenheit und der tief verwurzelten Verbitterung angesichts der exzessiven Unterdrückung und der falschen Reaktion auf die friedlichen Proteste einer kleinen Zahl von Mönchen und Bürgern an verschiedenen Orten in und außerhalb der 'TAR' am 10. März 2008. [Tibetan Autonomous Region =
Autonome Region Tibet, A.d.Ü.]
Der 10. März ist ein historischer Tag für das tibetische Volk. Jedes Jahr gibt es irgendeine friedliche Demonstration, die aber nicht über diesen Tag hinausgeht. In diesem Jahr jedoch gingen die Proteste aufgrund der unnötig repressiven Maßnahmen und des Einsatzes von Gewalt in den folgenden Tagen
weiter.
Wenn die chinesische Regierung durch Einsatz von Gewalt Frieden und Ordnung in Tibet hätte aufrechterhalten wollen, so hätte sie das innerhalb eines Tages erreichen können. Aber selbst nach fünf Wochen ist noch keine Normalität eingekehrt, und Tag für Tag kommt es zu weiteren Protesten und
Unterdrückungsmaßnahmen. Das weckt Argwohn bezüglich der Absichten der chinesischen Regierung. Unter den vielen fragwürdigen Begebenheiten fallen folgende auf:

- Am 14. März wurden in Lhasa mehrere Stunden lang ungewöhnliche Unruhen geduldet, ohne dass die Behörden irgendwelche Präventivmaßnahmen ergriffen.

- Die Mehrzahl der Demonstranten, die sich an diesem Tag an gewalttätigen Aktionen beteiligten, war der ortansässigen Bevölkerung unbekannt. Insbesondere kam es vor, dass Leute gesehen haben, wie chinesische Polizisten in tibetischer Kleidung und in Mönchsroben... [weiter]

Aufgegeben von TB @ 05:59 AM MEZ [Link]

Spiegel, 21.4.08: China startet Propaganda-Offensive
Der Kampf gegen den Dalai Lama und seine Anhänger soll verstärkt werden - Ziel ist "Bekämpfung von Separatismus und einheitliche Denkweise".
Im Kampf gegen die Autonomiebewegung in Tibet hat die kommunistische Partei Chinas eine Kampagne zur politischen Erziehung gestartet, berichtete die amtliche Zeitung "Tibet Daily". Gerichtet sei sie vor allem an Funktionäre und Parteimitglieder in der tibetischen Hauptstadt Lhasa.
Ziel sei es, "Separatismus zu ... [weiter]

Aufgegeben von TB @ 12:11 AM MEZ [Link]

Süddeutsche Zeitung, 19.4.08: Strategien für Chinas Image von Karen Heumann
Kann China den Image-Schaden durch Olympia noch verhindern? Karin Heumann, Deutschlands gefragteste Werbestrategin, rät zur "Elch-Test-Methode" von Mercedes.

Dass die Olympischen Spiele in Peking jetzt schon eine "PR-Katastrophe" für die Chinesen und das Internationale Olympische Komitee (IOC) sind, das ist überall (und nicht zuletzt auf den politischen Meinungsseiten) zu lesen - und als Werberin von der Süddeutschen Zeitung befragt, wie das Image dieser Spiele noch zu retten wäre, muss ich erst einmal klarstellen, dass ich eine solche Bitte nicht annehmen würde, solange es sich bei China um ein Unrechtsregime handelt.

Die mir gestellte Aufgabe ist also eher surreal als real, denn ich könnte einem Gesandten des IOC oder Chinas, der hilfesuchend mein Büro betritt, nur unter der Voraussetzung helfen, dass er glaubhaft macht, dass in China gerade aus einem Unrechtsregime ein Rechtsstaat wird.

Hier nun würde die Sache interessant... [weiter]

Aufgegeben von TB @ 12:05 AM MEZ [Link]

Saturday, 19. April 2008

tibetfocus web-shop

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Eine NEUE, autorisierte Biografie des Dalai Lama ist erhältlich! Schauen Sie rein. [weiter]

Aufgegeben von TB @ 05:25 PM MEZ [Link]

11. April 2008, NBC

Interview mit Dalai Lama, NBC

VIDEO NBC-Interview mit S.H. dem Dalai Lama (Englisch) 43'

Abschrift des NBC-Interviews mit S.H. dem Dalai Lama (Englisch)

Aufgegeben von TB @ 04:19 PM MEZ [Link]

Friday, 18. April 2008

Tibetan Solidarity Comitee: Pressemitteilung, 17. März 2008
Einer zuverlässigen Information zufolge kam es heute gegen 11:00 h (Ortszeit) zu einem großen Protest von Mönchen des Klosters Rongpo (Provinz Amdo) und ortsansässigen Tibetern der Umgebung. Dieser friedliche Protest wurde gewaltsam niedergeschlagen und mehr als 140 Personen verhaftet. Es liegen uns derzeit keine Informationen über die Zahl der Todesopfer vor. Zu dem Protest kam es aus folgendem Grund:... [weiter]

Aufgegeben von TB @ 03:00 PM MEZ [Link]

Die Welt online, 17.4.08:
Peking (dpa) - China zieht die Tür zur Welt wieder ein Stück weiter zu. War die Vergabe der Olympischen Spiele 2001 an Peking mit der Hoffnung verbunden, dass sich das Land öffnet, ist die Tendenz jetzt eher gegenläufig.
Die massive Kritik an der Tibet-Politik, der Spießrutenlauf des olympischen Feuers um die Welt und die Sorge über Protestaktionen in China selbst lassen die Sicherheitsbehörden zu drastischen Maßnahmen greifen: Ausländer sollen nicht mehr ... [weiter]

Aufgegeben von TB @ 12:27 PM MEZ [Link]

18. April 2008, Japanischer Tempel sagt aus Protest Feier ab

Eigentlich hätte der Tempel Zenkoji in Nagano am 26. April eine Zeremonie für den Beginn des Fackellaufs in Japan abhalten sollen. Doch die Tempelgemeinde zog nun die Zusage zurück, wie ein örtlicher Olympiabeauftragter heute in Tokio mitteilte.

«Die Mönche sind sehr beunruhigt», sagte ein Mitarbeiter des Tempels. «Wir teilen das starke Gefühl, dass wir die gleichen Buddhisten wie die Tibeter sind.» In dem Tempel wurden ... [weiter]

Aufgegeben von TB @ 09:47 AM MEZ [Link]

Die Welt, 17.4.08: New Delhi Nur Jubel-Chinesen durften an die Fackelstrecke

15.000 Polizisten, Straßensperren, 180 Festnahmen: Für den Transport des olympischen Feuers durchs indische Neu Delhi wurde ein enormer Aufwand betrieben. Die Strategie zahlte sich aus: Demonstranten hatten keine Chance. An der Strecke wurden stattdessen Jubel-Chinesen aufgestellt...
Ein ganz anderes Bild bot sich wenige Kilometer nördlich. Vor der historischen Sternwarte Jantar Mantar versammelten sich mehr als 5000 Exiltibeter und Sympathisanten, um mit einem farbenfrohen, friedlichen Volksfest gegen die chinesische Tibet-Politik zu demonstrieren...

Festnahmen Delhi (66k image)
Ein Großaufgebot der Polizei hielt pro-tibetische Demonstranten in Neu-Delhi auf Abstand. Außerhalb der Sicherheitszone gab es Proteste und rund 100 Festnahmen.
Video: Festnahmen beim Olympischen Fackellauf in Indien REUTERS

Süddeutsche Zeitung, 17.4.08: 15.000 Polizisten für eine Flamme

Noch bevor die olympische Flamme durch die indische Hauptstadt getragen wird, haben Exiltibeter mit ihren Protesten begonnen. Rund 15.000 Polizisten sollen den Lauf schützen.
Schon vor Beginn des olympischen Fackellaufs in Neu-Delhi haben Exiltibeter in der indischen Hauptstadt mit ihren Protesten begonnen. Am Donnerstagvormittag starteten mehrere hundert Demonstranten ...
Vollständige Berichte: [weiter]

Aufgegeben von TB @ 09:40 AM MEZ [Link]

Monday, 14. April 2008

Die chinesische Polizei hat neun tibetische Mönche verhaftet und ihnen einen Bombenanschlag zur Last gelegt. Nach Angaben der staatlichen chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua sollen die neun Männer gestanden haben, am 23. März einen selbst gebastelten Sprengsatz in ein Regierungsgebäude in der Stadt Gynabe geschafft und ihn dort gezündet zu haben. Der Bericht ließ offen, ob es bei dem Vorfall Verletzte oder Sachschäden gegeben habe. Eine Begründung für die späte Veröffentlichung der Vorwürfe fehlte ebenfalls.

China hatte tibetischen Gruppen wiederholt vorgeworfen, Attentate zu planen. Der Xinhua-Bericht ist jedoch der erste über einen Bombenanschlag während der Unruhen in Tibet. Eine unabhängige Prüfung der Vorwürfe ist nicht möglich, da ausländische Journalisten die Region verlassen mussten.

Dalai Lama weist Chinas Vorwürfe zurück
Das geistliche Oberhaupt der Tibeter, der Dalai Lama, wies unterdessen bei einer Rede vor 50.000... [weiter]

Aufgegeben von TB @ 03:42 AM MEZ [Link]

14.04.2008 (sda)
Der Dalai Lama hat sich für friedliche Proteste am Rande des olympischen Fackellaufs ausgesprochen. Das geistliche Oberhaupt der Tibeter sagte vor Journalisten in Seattle im US-Bundesstaat Washington, diese Form des Protests müsse erlaubt sein.

Dalai Lama, Foto:REUTERS

Wie die "Seattle Times" in ihrer Internetausgabe weiter berichtete, wiederholte der Dalai Lama seine Drohung, dass er als politischer Führer zurücktreten würde, falls ... [weiter]

Aufgegeben von TB @ 03:32 AM MEZ [Link]

Sunday, 13. April 2008

Die Welt, 11.4.08
Trotz der zum Teil heftigen Proteste will das Internationale Olympische Komitee (IOC) die Route des Fackellaufs nicht ändern. Das olympische Feuer wird damit auch durch Tibet getragen. China plant für den Rest des Fackellaufs zusätzliche Sicherheitsleute ein.

Nach den Demonstrationen während der Fackelläufe in London, Paris und San Francisco gibt IOC-Präsident Jacques Rogge zu: "Das ist eine Krise, keine Frage". Trotzdem soll die Route der Fackel unverändert bleiben.

Das Internationale Olympische Komitee hat den Weg des Olympischen Feuers durch Tibet erneut abgesegnet. „Das Exekutivkomitee hat die geplante Route nochmals diskutiert und ihr zugestimmt. Das gilt auch für ... [weiter]

Aufgegeben von TB @ 07:46 PM MEZ [Link]

Seit Freitag 11.04.08 ist die Webseite der Tibetischen Exiladministration in Dharamsala www.tibet.net nicht mehr aufrufbar. Es wird vermutet, dass sie durch Hacker "unbekannter" Herkunft zerstoert wurde.
Hingegen ist die neu geschaffene Website des 'Tibetan Solidarity Committee' in Dharamsala www.stoptibetcrisis.net mit täglich neuen Meldungen aktiv.

Wie die Besucherinnen und Besucher von www.tibetfocus.com sicher bemerkten, war auch unsere Webseite am 12. April mehrere Stunden nicht mehr errichbar. Nachforschungen ergaben, dass der Server durch ein Script lahmgelegt wurde, ohne jedoch nachhaltige Zerstörungen angerichtet wurden. Auch wir können nur Vermutungen über "unbekannte" Urhebrschaft hegen...
tibetfocus.com - Team

Aufgegeben von TB @ 07:30 PM MEZ [Link]

Monday, 7. April 2008

Berichte über weitere Unruhen mit Todesopfern – rabiates Vorgehen

Laut bestätigten Information des TCHRD kamen mindestens acht Personen ums Leben, als am 3. April Milizen der bewaffneten Volkspolizei (PAP) und Polizisten des Büros für Öffentliche Sicherheit (PSB) auf demonstrierende Mönche und andere Tibeter schossen...

Ausländische Journalisten in Beijing erhalten Todesdrohungen

Journalisten, die kürzlich auf offizielle Einladung Lhasa besuchten und Zeugen des Mönchsprotestes im Jokhang-Tempel waren [vergl. Tibet-Information vom 28. März 2008; UM], erhielten hunderte von Anrufen oder SMS-Botschaften mit teilweise schwersten Drohungen...
[weiter]

Aufgegeben von JPS @ 10:34 PM MEZ [Link]

SDA 06.04.2008
Das geistliche Oberhaupt der Tibeter, der Dalai Lama, hat die Proteste seiner Landsleute gegen die chinesische Herrschaft als entscheidenden Schlag gegen die "Propaganda" Pekings bezeichnet.
Nach den Unruhen könne die Tibet-Problematik nicht länger vernachlässigt werden, sagte der Dalai Lama in einer veröffentlichten Erklärung.
Die jüngsten Proteste in ganz Tibet hätten die Propaganda der Volksrepublik China, wonach ausser einigen wenigen "Reaktionären" alle Tibeter ein zufriedenes, wohlhabendes Leben führten, nicht nur widerlegt, sondern zerstört, hiess es in der Erklärung.
Der Dalai Lama lebt im Exil in Indien. Die chinesische Führung wirft ihm vor, er führe eine Kampagne zur Abspaltung Tibets von China und stachle die Bewohner der Provinz zur Gewalt an. Das geistliche Oberhaupt der Tibeter versichert dagegen, er setze sich für kulturelle und religiöse Autonomie ein.

Die vollständige Botschaft an alle Tibeterinnen und Tibeter von S.H. dem Dalai Lama: [weiter]

Aufgegeben von SG @ 08:18 AM MEZ [Link]

Saturday, 5. April 2008

Das Magazin: Diskussion zum Artikel , 05. April 2008 von Kai Strittmatter (SEHR lesenswert! tibetfocus.com-Team)

Das Magazin 2008/14 Reich der Tritte
«Die chinesische Kultur ist nichts anderes als ein Festessen aus Menschenfleisch, das nur den Reichen zum Genuss zubereitet wird.» Lu Xun, 1925

Lu Xun war der grösste Schriftsteller, den China jemals hatte. Wenn ein Chinese den Literaturnobelpreis verdient hätte, dann er. Er starb, zu seinem Glück, kurz bevor die Kommunistische Partei 1949 an die Macht kam. Vor ein paar Jahren erschien das Kantoner Hochglanzmagazin «New Weekly» mit einem Holzschnitt von Lu Xun auf dem Titel. «Alles, was wir heute verfluchen möchten», lautete die Titelzeile, «hat Lu Xun schon verflucht.» Das ist so wahr... [weiter]

Aufgegeben von TB @ 09:03 AM MEZ [Link]

das Bild der chinesischen Soldaten mit der Mönchskutte unter dem Arm, denn es hat nichts mit den heutigen Vorgängen in Tibet zu tun. Lassen wir uns von China nicht in eine Manipulationsecke drängen.

Hier also die Wahrheit zum Bild:

Tashi Phuntsok ist Sprecher des Tibetan Centre for Human Rights and Democracy (TCHRD) mit Sitz im indischen Dharamsala. Die Nichtregierungsorganisation setzt sich aus dem nordindischen Exil heraus für Menschenrechte der Tibeter ein, und ist dementsprechend unverdächtig, den in Peking regierenden Kommunisten nach dem Mund zu reden. „Mit den augenblicklichen Unruhen in Tibet hat das Foto nichts zu tun“, sagt Phutsok, und liefert den handfesten Beweis gleich mit: Das Bild ziert die Rückseite des Jahrbuches, in dem das TCHRD die Ereignisse in Tibet dokumentiert – des Jahrbuches 2003.
Damals, sagt Tashi Phuntsok, habe ein Filmteam eine Geschichte über Mönche in Tibet drehen wollen, die Mönche aber hätten sich geweigert mitzumachen. Daraufhin seien tatsächlich Soldaten in die roten Mönchskutten geschlüpft.

Aufgegeben von TB @ 07:18 AM MEZ [Link]

Süddeutsche Zeitung, 4.4.08, von Karin Steinberger
Trotz der Gewalt setzt der Dalai Lama weiter die Autonomie Tibets innerhalb Chinas. Doch viele Exiltibeter wollen jetzt mehr - die Unabhängigkeit.

Weit gekommen ist er nicht. Die Polizei hat ihn aufgehalten. Er muss trotzdem weitermachen, hat ja sonst nichts mehr, seine Bücher hat er der Bücherei geschenkt, die Wohnung ist aufgelöst. Es gibt jetzt nur noch ihn - und das Ziel Lhasa. Und die zwei Mobiltelefone, die er demonstrativ auf den Tisch legt, sein letztes Aufgebot.
Tenzin Tsundue sitzt im "Peace Cafe", weit oben, in dem Teil von Dharamsala, den sie McLeod Ganj nennen oder Little Lhasa. Gebetsfahnen flattern, es riecht nach Tibet. Tsundue sieht ein bisschen abgekämpft aus für seine 33 Jahre. Er trägt ein knallrotes Stirnband und eine Tasche, aus der er gleich zu Anfang mit seinen dünnen Fingern ein Flugblatt herauszieht. Auf dem steht: "Frage mich, wo ich herkomme, und ich werde keine Antwort haben." Also fragt man nicht, ... [weiter]

Aufgegeben von TB @ 07:06 AM MEZ [Link]

Peking-Logo, angepasst an die aktuelle Situation Tagesspiegel, 4.4.08: Die dicke, fette, rote Linie

Warum das Internationale Olympische Komitee jede Einmischung in die Politik Chinas vermeiden will. IOC-Funktionär Verbruggen redete sich bei Fragen zu Tibet in Rage.

Im dritten Stock des Pekinger Swisshotels offenbarte sich das ganze Dilemma des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). Ob bei den Olympischen Spielen in Peking eventuelle Proteste auf den Rängen im Fernsehen live zu sehen sein werden, wurde Hein Verbruggen von einem Journalisten gefragt. „Ich hoffe es für Sie“, sagte der Vorsitzende der IOC-Koordinierungskommission...
Peking-Logo, angepasst an die aktuelle SituationFrankfurter Neue Presse, 4.4.08: Wer protestiert, kann ausgeschlossen werden

Herr Tröger, war es ein Fehler, die Olympischen Spiele an China zu vergeben?
WALTHER TRÖGER: Wenn man einen Fehler konstatierte, wem würden Sie diesen anlasten? Das IOC ist demokratisch verfasst und hat in Mehrheitsentscheidung die Spiele nach China vergeben. Und diese Mehrheit würde die Spiele heute wieder nach China vergeben.

Das Problem ist doch: Im Moment schaut nur China auf die Spiele, die Welt schaut auf Tibet.
TRÖGER: Das Problem ist, dass in Tibet, aus was für Gründen auch immer, die Lage eskaliert ist. Wobei es durchaus sein kann – und auch aus Sicht der Tibeter verständlich –, dass Einzelne das veranlasst haben, die den Tibetern gesagt haben: Meldet euch mal wieder. Ihr habt ein Schaufenster wegen der Olympischen Spiele. Dass Tibet ein Teil von China ist, hat die Welt dagegen seit fünfzig Jahren schweigend hingenommen...
Peking-Logo, angepasst an die aktuelle SituationFrankfurter Allgemeine Zeitung online, 3.4.08: „Trögers Drohung ist nicht hilfreich“

Peter Danckert, dem Vorsitzenden des Sportausschusses im Deutschen Bundestag. Peter Danckert, hält es für einen Fehler der Sportführer, sich schon jetzt gegen einen Boykott der Olympischen Spiele in Peking festzulegen.
Im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung spricht Danckert über die Verantwortung der Olympier und die freie Meinung der Athleten...
Die vollständigen Interviews und Berichte finden sie hier [weiter]

Aufgegeben von TB @ 06:49 AM MEZ [Link]

Spiegel online, 4.4.08: Der Aufstand gegen die chinesischen Machthaber ist nicht zu Ende: In einer tibetischen Präfektur ist es zu neuen Protesten gekommen - ersten Berichten zufolge wurde ein Beamter schwer verletzt. Die chinesische Regierung kündigt ein knallhartes Vorgehen gegen Demonstranten an.
Chinesische Medien berichten von neuen Unruhen in der Tibet-Krise. Vor einem Regierungsgebäude in der Autonomen Tibetischen Präfektur Garze habe es gestern Abend eine Protestaktion gegeben, bei der mindestens ein Beamter verletzt worden sei, meldete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. Der Mann sei "angegriffen und schwer verwundet" worden.
Details wurden nicht mitgeteilt. Die Präfektur liegt in der Provinz Sichuan an der Grenze zu Tibet, die schon im März Schauplatz anti-chinesischer Proteste war.
Die chinesische Regierung zeigt sich in der Tibet-Frage weiter hart und unnachgiebig. Die Justiz kündigte heute schnelle und harsche Urteile gegen verhaftete Demonstranten an. Die Verbrecher müssten abgeschreckt und den Separatisten jeder Boden entzogen werden, erklärte heute der Justizchef der Autonomen Region, Baima Chilin. Damit dürfte der Großteil der Urteile in Schnellverfahren noch vor den Olympischen Spielen im August fallen.
Offiziellen Angaben zufolge wurden während der von China niedergeschlagenen Proteste im vergangenen Monat 800 Menschen festgenommen. Weitere 280 Menschen hätten sich gestellt, hieß es auf der Internetseite der Provinz.
Baima sagte, die Parteigerichte sollten der Welt die Wahrheit über die Clique... [weiter]

Aufgegeben von TB @ 06:17 AM MEZ [Link]

Seit dem 10. März haben Tibeter in allen drei traditionellen Provinzen Tibets auf den Strassen demonstriert. Infolge der brutalen Niederschlagung sind bisher mindestens 140 Menschen ums Leben gekommen. Nur von 40 sind bisher die Namen und die Herkunft bekannt geworden. Vier weitere Todesopfer, deren Identität kürzliche bekannt wurde, sind:
- Kunga, Mönch aus dem Kloster Chokri, Bezirk Drakgo, TAP Karze, Provinz Sichuan, bei der Demonstration am 14.März erschossen.
- Kyari, Einwohner der Gemeinde Khekor, Bezirk Serthar, TAP Karze, Provinz Sichuan, wurde am 20. März in Khekor getötet.
- Gyalpo, 33 Jahre, aus dem Bezirk Phenpo Lhundrup, Stadtkreis Lhasa, verstarb am 26.März an den Folgen der schweren Verletzungen durch Schläge, die ihm während den Demonstrationen zugefügt wurden.
- Dawa, Gemeinde Dagpo, Bezirk Phenpo Lhundrup, Stadtkreis Lhasa, verstarb am 27.März an den Folgen von Schlägen der Sicherheitskräfte.

China zerstört nun alle Nachweise der Todesfälle, indem es die Leichen der bei den Demonstrationen Getöteten beschlagnahmt und sofort verbrennt. Militär und Polizei haben zahlreiche Leichen sofort verbrannt und nur ihre Asche an die Familien übergeben.
Mit dieser gräßlichen Vorgehensweise soll jeglicher Beweis für diese Tötungen vernichtet werden. Hier zwei Beispiele, von denen man erfuhr: [weiter]

Aufgegeben von TB @ 06:00 AM MEZ [Link]

Thursday, 3. April 2008

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 3.4.08, von Mark Siemons, Peking
Die Unruhen in Tibet haben der Weltöffentlichkeit auch einen Konflikt innerhalb des tibetischen Exils zu Bewusstsein gebracht: Teile des „Tibetischen Jugendkongresses“ geben sich, vor allem unter dem Einfluss von Landsleuten aus Amerika, seit Jahren nicht mehr mit dem „mittleren Weg“ des Dalai Lama zufrieden. Sie verlangen nicht bloß kulturelle Autonomie, sondern nationale Unabhängigkeit, und sie schließen das Mittel der Gewalt ausdrücklich nicht aus.
Das bedeutet einen dramatischen Bruch mit dem bisherigen Idealbild von Tibet in der Welt, das mit dem Gesicht des strikt auf Gewaltfreiheit setzenden Dalai Lama verschmolzen war... [weiter]

Aufgegeben von TB @ 08:58 PM MEZ [Link]

Pilatus Porter Flugzeuge nach China? Die Geschäftsleitung der Firma in Stans sieht die Situation ziemlich klar: Mit Chinas Vorgehen gegen die Bevölkerung Tibets fällt China als Kunde... [weiter]

Aufgegeben von TB @ 08:21 PM MEZ [Link]

Rheinischer Merkur, 3.4.08, von Johnny Ehrling, Peking
Auf 8845 Meter Höhe wird die Flamme brennen, „wie es sich für olympisches Feuer gehört. Alle werden sie sehen können“, sagte Ma Lin, der Direktor des chinesischenWissenschaftsrats. Trotz Eis, Windstürmen, einem Sauerstoffgehalt der Luft von nur einem Fünftel des Normalwertes werde dieolympische Flamme vom höchsten Gipfel der Erde, vom Mount Everest, hell leuchten. Der Erfolg dieses Wagnisses sei „hundert Prozent sicher“.
Das war Anfang März, als die Welt in Ordnung schien. In Tibet hatte es noch keinen Aufstand gegeben. Peking wies Kritik zurück, sich bei dem Imageprojekt zu übernehmen. Das Internationale Olympische Komitee zweifelte, ob der Aufstieg nicht zu gefährlich sei, die Flamme in der Höhe überhaupt brenne, die Umwelt belastet würde.

Drei Wochen später waren ganz andere Zweifel hinzugekommen. Der Vizevorsitzende der Autonomen Region Tibet, Baima Zhelin, warnte vor tibetischen Aktivisten: „Soweit wir wissen, ... [weiter]

Aufgegeben von TB @ 07:01 PM MEZ [Link]

Protestierende Mönche in Golog 17.03.08

Bei Tibetnetwork, London, gibt es nun einen Zusammenstellung aller verfügbaren Bilder über die jüngsten Ereignisse in Tibet

Aufgegeben von TB @ 12:13 PM MEZ [Link]

Wednesday, 2. April 2008

Gewaltloser Solidaritätsmarschin Osttibet: Seit dem 10. März 2008 gab es überall auf dem tibetischen Plateau massive Proteste. Um derjenigen zu gedenken, die dabei ihr Leben verloren haben, veranstalteten Einwohner der Gemeinde Holkha, Bezirk Tsigorthang (chin. Xinghai Xian), TAP Tsolho, Provinz Qinghai, am 25.März einen gewaltlosen Solidaritätsmarsch mit anschließenden Gebeten vor der Bezirksverwaltung. Auf diesen Friedensmarsch hin wurden, wie das TCHRD aus zuverlässiger Quelle erfuhr, drei der Teilnehmer in den frühen Morgenstunden des folgenden Tages in ihren Häusern von den Sicherheitskräften willkürlich verhaftet.

Da die chinesischen Behörden die Kommunikationsmöglichkeiten zu Tibet unterbrochen haben, ist es äußerst schwierig, weitere Einzelheiten über diese friedlichen politischen Proteste in Erfahrung zu bringen. Dennoch ließen einige mutige Tibeter dem TCHRD mit Bildern unterlegte Informationen aus
erster Hand zukommen, obwohl sie wissen, wie riskant ... [weiter]

Aufgegeben von TB @ 07:07 AM MEZ [Link]

Kloster Kirti Dharamsala, Presseerklärung, 30. März 2008

Wie Mönche aus dem Kloster Kirti in Dharamsala berichten, sind am 28. März um 11.00h Ortszeit mehrere tausend schwarz und grün uniformierte chinesische Truppen in sechs Klöster in Amdo im Nordosten Tibets (Provinz Sichuan) eingedrungen.

Die fünf Klöster Ngaba Kirti, Ngatue Amdu, Gomang, Dongri und Tsennyi liegen im Bezirk Amdo Ngapa, das sechste, Taktsang Lhamo Kirti, befindet sich im Bezirk Dzoege.

Die Sicherheitskräfte durchwühlten die Zimmer der Mönche und beschlagnahmten alles, was der Kommunikation mit der Außenwelt dienen könnte, insbesondere die Mobiltelefone. Die Mönche wurden verhört und mit vorgehaltener Waffe gezwungen, auf Portraits des Dalai Lama herumzutrampeln.

Folgende Szenen wurden von den Sicherheitskräften inszeniert und gefilmt: Einige Mönche wurden gezwungen, Fotos des Dalai Lama hochzuhalten und die tibetische Flagge zu schwenken.

Ein kleiner Novize mußte sich halb unter den Dielenbrettern verstecken und dabei die Hände auf die Tastatur eines Laptops legen.

Einem Mönch gelang es, insgeheim ... [weiter]

Aufgegeben von TB @ 07:05 AM MEZ [Link]

Tuesday, 1. April 2008

Süddeutsche Zeitung, 1.4.08:
Ein Licht für Olympia, ein Kommentar von Henrik Bork
Peking-Logo, angepasst an die aktuelle Situation
Das olympische Feuer ist in Peking angekommen. Die Inszenierung dieses Ereignisses gab einen Vorgeschmack davon, was die Welt von diesen Sommerspielen zu erwarten hat. Von Beamten der Staatssicherheit und Tausenden Polizisten vor der eigenen Bevölkerung und möglichen Kritikern geschützt, sonnte sich die kommunistische Parteielite... [weiter]

Aufgegeben von TB @ 05:23 PM MEZ [Link]

Stuttgarter Zeitung, 29.3.08, von Nina Ritter, Xining, Amdo

In Westchina stehen die Tibeter unter Aufsicht
Nach den Aufständen in den tibetischen Gebieten Chinas tun die Behörden alles, um weitere Unruhen zu vermeiden. Die Einschüchterung von Tibetern und Spitzelmethoden gehören dabei zum Repertoire

„Pass gut auf“, sagt der Polizist am Telefon. Es ist kein gut gemeinter Rat, sondern eine Warnung. Seit dem Anruf weiß der tibetischern Lehrer Dondrub (alle Namen geändert), dass er beobachtet wird. Viele Tibeter in Xining, der Provinzhauptstadt von Qinghai, bekommen dieser Tage solche Anrufe von der Gonganju, der chinesischen Version der Stasi. Besonders jene, die viele Kontakte mit Ausländern haben, sind für die Behörden verdächtig. Die befürchten, dass Informationen nach außen dringen ... [weiter]

Aufgegeben von TB @ 11:39 AM MEZ [Link]

Neue Zürcher Zeitung, 1.4.08: Chinas «Beweise» für ein tibetisches Komplott - Exiltibeter weisen Vorwürfe zurück

Die staatliche chinesische Nachrichtenagentur hat am Montag in chinesischen Medien einen Artikel verbreitet, der ein verhältnismässig detailliertes Bild zeichnet, wie Exiltibeter die teilweise blutigen Unruhen in Tibet geplant und gesteuert haben sollen. Der Artikel gibt jedoch seine Quellen nicht preis oder beruft sich auf das angebliche Geständnis von einem nicht näher identifizierten Angeklagten. Er kann deshalb auch als Propaganda-Version der chinesischen Regierung gelesen werden.

«Bewusst Unruhen geplant»
Xinhua liess wenig Zweifel daran, dass Peking in den Informationen den «Beweis» sieht, ... [weiter]

Aufgegeben von TB @ 11:29 AM MEZ [Link]

www.phayul.com, 30. März 2008
Wie aus Tibet zu erfahren war, wurden seit dem 14./15. März über 3.000 Sicherheitskräfte in die Umgebung der Klöster Kham Za Chukha und Sershul Zong in der Provinz Sichuan verlegt.

Am 26. März beriefen die Behörden eine Versammlung der Vertreter von 43 Klöstern ein, bei der sie den Neustart der Kampagne für Patriotische Umerziehung ankündigten. Ferner bezichtigten sie Seine Heiligkeit und die tibetische Regierung-im-Exil, sie hätten die Aufstände an nahezu 40 bis 50 Orten in Tibet geplant und gesteuert. Die Kader warnten die Klostervertreter vor jedweder Unterstützung der Proteste und befahlen ihnen, sich gegen diese auszusprechen und eine Unterschriftenkampagne zu starten, bei der die aktuellen Proteste und die Erhebung für die Unabhängigkeit Tibets verurteilt werden müssen.
Die Behörden versuchten den Einfluß der Lamas, Tulkus und Khenpos der Klöster auf die Mönche und die tibetische Bevölkerung zu nutzen und sie zu zwingen, ihren Anhängern -sowohl Mönchen wie tibetischen Laien - anzuraten, sich nicht an irgendwelchen Unabhängigkeitsprotesten und Demonstrationen zu beteiligen. Bei dem Meeting baten die versammelten Lamas und Tulkus darum, ihre persönlichen Ansichten einzeln vortragen zu dürfen. Alle bekannten sie sich einmütig zu dem Standpunkt vor, Seine Heiligkeit der Dalai Lama sei ihnen so kostbar wie ihr Augenlicht und ihr eigenes Herz und sie würden niemals Kritik ... [weiter]

Aufgegeben von TB @ 07:08 AM MEZ [Link]

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